Nach dem 105:98 der BG gegen Bamberg: Das Zeichen gegen den Abstieg

„Humba-Man“ Brion Rush (7 Dreier) dirigiert den Freudentanz für die Fans und präsentiert das Team, das den Meister besiegte. Foto:  Jelinek/gsd

Göttingen. „Gegen Göttingen kann man mal verlier’n!“ Christian Zigenhorn vom Fanklub Veilchen-Power stimmte nach dem Sensations-Sieg der BG Göttingen gegen Meister Bamberg genau den richtigen Song an. Glückseligkeit allerorten bei den Veilchen nach diesem Überraschungserfolg, mit dem absolut niemand gerechnet hatte. Minuten nach dem Coup gegen die Franken brandete nochmal Jubel auf, als Kapitän Michael Stockton ein zweites Mal auf Extra-Ehrenrunde ging. Was für ein Abend in der S-Arena! Die Veilchen haben gezeigt, zu was sie fähig sind. Nichts mehr zu sehen von dem luschigen Match gegen Ludwigsburg!

„Es ist sehr einfach: Wir haben heute mit mehr Energie gespielt, als am Mittwoch. Jeder Spieler hat zum Sieg beigetragen. Ich konnte mit zehn Akteuren rotieren, das hilft natürlich. Zudem haben wir heute in Will Buford und Brion Rush zwei Spieler gehabt, die die wichtigen Körbe erzielt haben. Aber wenn alle mit viel Energie spielen, dann kommt so ein Spiel heraus“, meinte BG-Coach Johan Roijakkers.

„Kann man mal machen!“

„Göttingen hat ein großartiges Spiel gespielt, mit viel Einsatz und Energie. Wir sind vom ersten Ballbesitz an ins Straucheln geraten und konnten nicht mit der Intensität mithalten“, musste auch der neue Bamberg-Coach Luca Banchi anerkennen.

Das Wichtigste neben aller Euphorie: Die BG hat jetzt drei Siege Vorsprung vor Aufsteiger Gotha/Erfurt, der in zwei Wochen in die S-Arena kommt. Und: Den Sieg von Bremerhaven gegen Braunschweig haben die Veilchen sofort gekontert. Überhaupt wird der zweite Absteiger nach den so gut wie feststehenden Tübingern nur noch zwischen der BG, dem MBC, Bremerhaven und Erfurt ausgespielt. Wobei neben Erfurt auch noch Bremerhaven und der MBC bei der BG anzutreten haben – dreifacher Heimvorteil Göttingen!

„Wir müssen Bamberg angreifen, haben wir uns vorm Spiel gesagt“, meinte Brion Rush, mit sieben Dreiern wieder „Man of the Match“. „Es hat diesmal alles gepasst“, war Darius Carter einfach nur happy nach diesem Geniestreich. „Unsere Offensive war großartig“, strahlte Will Buford. „Wir haben gut zusammengespielt, gut gekämpft. Dieser Sieg bedeutet viel – für die Fans und für uns als Team.“ Schon jetzt klar: Buford war als Nachverpflichtung ein Glücksgriff! Was zuvor nicht alle waren...

„Kann man mal machen“, lächelte BG-Center Dennis Kramer. „Wir haben einen Sahnetag erwischt.“ Kollege Dominic Lockhart: „Damit hat keiner gerechnet. Wir haben von Anfang gekämpft. Ein perfekter Tag!“

Jetzt geht’s nach Jena

„Nach dem Ludwigsburg-Spiel mussten wir uns steigern“, sagte Stefan Haukohl. „Wir haben Bamberg nach deren schweren Euroleague-Spielen zum günstigen Zeitpunkt erwischt. Das waren 40 Minuten Volldampf. Wir haben uns für die Niederlage in Tübingen revanchiert.“

Klar auch: Die BG hat ein kraftvolles Zeichen gegen den Abstieg gesetzt. Nach dem 95:92-Erfolg gegen Frankfurt war Bamberg der zweite Überraschungssieg. Voller Selbstvertrauen geht es am Ostersamstag jetzt nach Jena. (gsd)

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