Basketball-Bundesliga

Nach der Berlin-Pleite: Dämpfer zur rechten Zeit für BG Göttingen

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Ungleiches Duell: Göttingens Mihajlo Andric (links) setzt sich gegen Berlins starken Litauer Rokas Giedraitis durch, kam aber sonst kaum an seine vorherigen Leistungen anknüpfen. 

Göttingen. Fünf Siege inklusive des Einzugs in das BBL-Pokal-Viertelfinale führten schon zu kühnen Gedanken bei den Fans. Doch nun wurde die BG Göttingen auf den Boden der Tatsachen in der Basketball-Bundesliga zurückgeholt.

Die 27-Punkte-Pleite bei Alba Berlin stoppte den unerwarteten Höhenflug der Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers. Vielleicht auch gut so, dass dieser Dämpfer zur rechten Zeit kam vor dem nächsten wichtigen Heimspiel gegen Science City Jena am kommenden Samstag.

Sich mit herausragenden Teams wie Alba Berlin oder Bayern München zu messen, wäre aus Veilchen-Sicht auch vermessen. Zu groß sind die Unterschiede zu solchen Mannschaften nach wie vor. „In Berlin gegen Berlin ist eben schwierig“, meinte BG-Nationalspieler Dominic Lockhart in den Katakomben der Mercedes-Benz-Arena. Dass die klare Niederlage ein Dämpfer war, bestritt er nicht. Es sei nicht so gelaufen, wie erhofft. „Klar, es ist schade, so zu verlieren. Alba hat fast alles getroffen. Wir haben aber im dritten Viertel gezeigt, dass wir dagegenhalten können.“ Das hatten die BGer sogar mit 32:23 für sich entschieden.

Imposante Kulisse

Als „phasenweise gut“ hatte Stephan Haukohl die Partie vor dieser einmal mehr imposanten Kulisse (fast 9200 Zuschauer) gesehen. „Die Niederlage ist in dieser Deutlichkeit ein bisschen ärgerlich. Aber wenn man zu Beginn drei Dreier bekommt, wird es schwierig. Alba hat eben zehn bis zwölf Topspieler.“ Sein Team habe nicht die gute Trefferquote aus den vorherigen Spielen gehabt. Haukohl: „Diese Niederlage ist aber kein Beinbruch. Eine Lehrstunde war es nicht, aber wir müssen unsere Lehren daraus ziehen.“

Nach dem emotionalen Hoch nach zuvor fünf Erfolgen können sich die BGer nun wieder in den ihnen angemessenen Gefilden einordnen. Möglicherweise ist die erste derbe „Reibe“ der Saison vor dem Auftritt gegen Jena heilsam. Gegen die Thüringer gilt es nun, sich neu zu fokussieren.

Viele positive Aspekte

Der derzeit sechste Rang, ein Playoff-Platz, ist mehr, als vor der Saison zu erwarten war. Bisher vier Siege und zwei Niederlagen, wobei die erste zum Saisonauftakt gegen Bonn nicht hätte sein müssen, dazu der Sieg im Pokal gegen Ludwigsburg, zeigen, dass sich die Personalkontinuität, sieben Spieler gehalten zu haben, jetzt schon positive Auswirkungen zeitigt. Eingeschlagen haben auch die Neuen, allen voran Penny Williams.

Dass sich unter anderem Stephan Haukohl so gut entwickeln würde und meist in der „starting five“ steht, gehört eben auch zu den positiven Aspekten einer Mannschaft, in der bisher Vieles zusammengepasst hat. Dennoch bleibt Roijakkers Realist, rückt weiter von dem ausgegebenen Ziel Klassenerhalt nicht ab. (haz/gsd-nh)

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