Nach der BG-Pleite in Würzburg: Schwarze Serie jetzt zweistellig

Mit 17 Punkten zweitbester Göttinger Werfer: BG-Spielmacher Michael Stockton (links) gegen Würzburgs Maurice Stuckey. Foto: zje/gsd

Würzburg. Zweistellig. Tatsächlich ist die Misserfolgsserie der BG Göttingen auf einen zweistelligen Wert angestiegen. Die 82:95-Niederlage bei s.Oliver Würzburg am Freitagabend war inzwischen schon die zehnte in Folge.

Derzeit die längste Serie in der Basketball-Bundesliga. Alles andere als ein Ruhmesblatt. Die Veilchen waren zwischenzeitlich wieder auf den vorletzten Platz abgerutscht, sind nun aber wieder Drittletzter.

Dabei hörten sie in Würzburg wieder viele schöne Worte, diesmal von Trainer Dirk Bauermann. „Es ist nicht leicht, gegen Göttingen zu spielen, da muss man hoch aufmerksam sein. Ein hochgefährliches Team“, meinte der Ex-Nationalcoach. Zwei Plätze weiter saß BG-Trainer Johan Roijakkers, goutierte die warmen Worte. Allein: Sie helfen den BGern überhaupt nicht weiter. Die Abstiegsgefahr wird eher größer statt kleiner, zumal auch am Mittwoch in München Hopfen und Malz so gut wie verloren sind.

Das verflixte dritte Viertel

„Wir haben drei Viertel gut mitgehalten, hatten aber im dritten Viertel Schwierigkeiten, gegen Würzburgs Druck zu bestehen“, meinte der Göttinger Niederländer. „Wir haben gut gekämpft, ich bin zufrieden.“ Das hat Roijakkers zuletzt mehrfach gesagt. Durch die Wiederholung wird es aber nicht besser. Wie sieht er die zehn Pleiten in Folge? „In Deutschland sind die Leute sehr nett. Ich schaue nicht auf die Tabelle. Göttingen ist ein Super-Standort, um zu arbeiten. Das macht Spaß, ich habe nichts zu klagen.“ Nun denn.

In Würzburg hatten die Veilchen zwei Viertel gute Energie, führten mit acht Punkten. Böse Pfiffe vom Publikum für das Bauermann-Team, der die Fans beschwichtigen musste. Doch schon die letzte Szene der ersten Halbzeit war bezeichnend. Die BG verdaddelte den Ball beim letzten Angriff, statt mit einer möglichen eigenen Führung in die Pause zu gehen, gelang dies den Mainfranken dank Cliff Hammonds. Bitter.

Im dritten Viertel krankte es der BG an den Details, den Kleinigkeiten. Beim 60:50 war Würzburg auf zehn Zähler weg, das Match glitt den Veilchen aus den Händen. Ja, sie kämpften – jedoch erfolglos. 15:25 verloren sie den dritten Abschnitt. Der Anfang vom Ende. Im Schlussviertel schenkte Bauermanns Team den Göttingern allein sechs Dreier ein, die BG rannte nur noch hinterher.

Erneut vermochten höchstens drei Akteure zu überzeugen. Michael Stockton knallte sich wie üblich rein, Brion Rush streute fünf Dreier ein, Joanic Grüttner rackerte, auch wenn nicht alles gelang. Stephan Haukohl spielte gar nicht (Roijakkers: „Es müssen nicht immer alle spielen“), Loveridge war kaum zu sehen, Williams kam erneut kaum aus dem Quark. Kamp, Kramer und Lockhart mit Höhen und Tiefen. Der kleinen Achter-Rotation setzte Bauermann eine breitere Aufstellung entgegen. Fünf Spieler punkteten zweistellig. „Ganz wichtig für uns“, so der Würzburg-Coach. „Es tut mir weh, dass wir so oft verlieren“, meinte Spielmacher Stockton hinterher achselzuckend. Jetzt geht’s am Mittwoch zum FC Bayern. Stockton: „Es wird nicht einfacher.“ (gsd)

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