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Nach dem MBC-Spiel: BG Göttingen drei Monate raus aus der S-Arena

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Von: Helmut Anschütz

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Leichte Schräglage: BG-Guard Geno Crandall (Mitte) hat sich gegen Braunschweigs Benedikt Turudic (Dahinter) durchgesetzt, startet einen BG-Angriff. Links Göttingens Javon Bess, rechts Brandon Tischler.
Leichte Schräglage: BG-Guard Geno Crandall (Mitte) hat sich gegen Braunschweigs Benedikt Turudic (Dahinter) durchgesetzt, startet einen BG-Angriff. Links Göttingens Javon Bess, rechts Brandon Tischler. © Hubert Jelinek/gsd

Ein Abschied zum Jahresanfang? Schon komisch! Bei der BG Göttingen aber Realität.

Göttingen – Das Heimspiel am Mittwoch (19 Uhr) gegen den Syntainics MBC aus Weißenfels wird für mehr als zwölf Wochen das letzte in der Sparkassen-Arena sein. Erst am 1. April kann gegen Ulm wieder im angestammten Veilchen-Domizil gespielt werden. Wenn es die äußeren Umstände zulassen.

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Ab Donnerstag wird die Halle wieder gesperrt, weil im unmittelbar angrenzenden Bereich an der Halle vier weitere Weltkriegs-Bomben geortet wurden. Die vorbereitenden Arbeiten (zum Beispiel Grundwasser-Absenkung usw.) bis zur Entschärfung oder kontrollierten Sprengung nehmen nach Ansicht des Kampfmittel-Beseitigungsdienstes so lange Zeit in Anspruch.

Durch die lange Arena-Pause wird der (Heim-)Spielplan der BG arg durcheinandergewirbelt. Bis zum 1. April stehen nur die beiden in die Lokhalle verlegten Heimspiele gegen Heidelberg (9, Februar) und Crailsheim (11. Februar) an. Dafür dann im April mindestens sechs Heimspiele plus vier Auswärtspartien – und das Chemnitz-Heimspiel ist immer noch nicht terminiert. Auch dies soll im April ausgetragen werden, sagte BG-Chef Frank Meinertshagen. In den knapp drei Monaten Arena-Pause trägt die BG noch sechs Auswärtsspiele aus. Ein Spielplan, der alles andere als optimal ist, zumal ja nach wie vor der Einzug in die Play-offs das Ziel ist.

Heimspielstart 2023

Nach zuletzt vier Siegen (im Dezember 2021 gab es sogar fünf in Folge) und Platz sechs ist das Team von Coach Roel Moors gut beraten, den MBC nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Weißenfelser gewannen vier der vergangenen sechs Partien, kletterten auf Rang zwölf. In den vergangenen Jahren bereitete der MBC den Veilchen zuhause sehr oft Probleme, während die Göttinger in der Stadthalle Weißenfels wiederholt dominierten. „Ich schaue nicht zurück, das bringt nichts“, verschwendet Coach Moors keine Gedanken an die Vergangenheit.

Mit Kostja Mushidi, der nach vielen Eskapaden (unter anderem in Braunschweig gefeuert) in der Sachsen-Anhalt-Kleinstadt scheinbar zur Ruhe kam, ist auch einer der MBC-Aktivposten nach zwei Spielen Pause wegen einer Sprunggelenksverletzung wieder im Kader des Teams von Trainer Igor Jovovic, das wie die BG gut von der Dreierlinie (38 Prozent) punktet.

Tremmell Darden (41) kündigte indes sein Karriere-Ende an. Er sei sich „zu 95 Prozent“ sicher, ließ der Routinier verlauten, während mit Big John Bryant (35) der zweite MBC-Routinier gerade sein 400. Erstliga-Spiel absolvierte.

Bei den Veilchen gibt es, so Moors, keine personellen Probleme: „Alle haben trainiert und sind okay.“ Die Partie gegen den MBC sei wieder „ein Spiel, das wir gewinnen müssen.“ Gleichwohl weiß aber auch Moors, dass der MBC „in eine gute Richtung“ unterwegs sei. Auch wegen Center Martin Breunig, der gegen Ludwigsburg ein „Double-Double“ (elf Punkte, zehn Rebounds) erzielte. Moors’ Assistent Olivier Foucart: „Der MBC ist ein Team, das leicht mehr als 100 Punkte erzielen kann. Darum müssen wir uns noch mehr als sonst auf unsere Verteidigung konzentrieren. Wir sind in der Defensive in den vergangenen Wochen immer besser geworden – es gibt aber immer noch ein paar Kleinigkeiten zu verbessern.“  (haz-gsd/nh)

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