Basketball-Bundesliga Männer

Nach fünf Siegen: Macht die BG Göttingen gegen Ulm das halbe Dutzend voll?

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„Das ist mein Ball!“ BG-Center Dylan Osetkowski (Mitte) behauptet die Kugel gegen Frankfurts Leon Kratzer (rechts) und Shaquille Hines. Gegen Ulm ist genauso viel Durchsetzungsvermögen des Göttinger 2,06m-Hünen nötig. 

Fünf Siege in Folge – so gut steht derzeit kein anderes Team in der Basketball-Bundesliga da. Selbst die „Großkopferten“ aus München und Berlin nicht. Kann die BG Göttingen nun ihre starke Serie am Samstag (20.30 Uhr, S-Arena) im Heimspiel gegen ratiopharm Ulm ausbauen?

Mit dem sechsten Gewinner das halbe Dutzend vollmachen? An Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen mangelt es den Veilchen nach den Erfolgen gegen Bonn, in Bayreuth, gegen Frankfurt, gegen Berlin und beim MBC jedenfalls überhaupt nicht.

„We have a good winning-streak“, lächelte Dylan Osetkowski nach dem 90:84 in Weißenfels. Die „gute Siegesserie“ gegen Ulm fortzusetzen, wird indes nicht einfach. Nach einem schwachen Saisonstart (wie die BG/sechs Pleiten) hat sich das Team vom slowenischen Coach Jaka Lakovic längst gefangen. Hauptsächlich dank seines Landsmanns Zoran Dragic, der mit 19,7 Punkten pro Spiel bester Werfer der BBL ist. Im Pokal-Viertelfinale, das die BG im ersten Spiel von Rückkehrer Alex Ruoff mit 80:86 verlor, schenkte Dragic den Veilchen 22 Zähler ein.

Ein Wiedersehen gibt es für die BG mit Derek Willis, der in der vergangenen Saison im Veilchen-Trikot zu den Publikumslieblingen gehörte und im Sommer nach Ulm wechselte. Der US-Forward steht im Schnitt rund 19 Minuten auf dem Parkett, in denen er 8,4 Punkte erzielt, und 5,2 Rebounds holt. Die große Rolle, die er in Göttingen besaß, hat er in Ulm jedoch nicht mehr.

Zur Top-Fünf von Coach Lakovic gehören weiterhin US-Center Grant Jarrett 11,8 Punkte im Schnitt), Nationalspieler Andreas Obst und der junge, erst 18-jährige französische Spieler Kilian Hayes (beide 19,3 Zähler pro Spiel).

Interessant: Selbst in der offiziellen Pressemitteilung der BG sind inzwischen die „Playoffs“ ein Thema. Ulm nimmt mit 16:14-Punkten den achten und letzten Playoff-Rang ein. Siegt die BG gegen die Süddeutschen, zieht sie mit 16:16 Zählern gleich und würde sie aufgrund des direkten Vergleichs überholen. Rang acht ist aber für die Veilchen (noch) nicht erreichbar, denn Bamberg (derzeit 16:14 wie Ulm) hätte bei einer Niederlage am Sonntag in Braunschweig wiederum den besseren direkten Vergleich gegenüber den Göttingern.

Alles Zukunftsmusik, von der Coach Roijakkers nichts hören möchte. Durchaus verständlich, denn nach den beiden Heimspielen gegen Ulm und den MBC (1. Februar) geht es heftig weiter mit den Partien in Berlin (9.2.) und gegen München (11.2.).

Personelle Probleme gibt es bei der BG nicht. „Alle sind dabei“, übermittelte Trainer Roijakkers. Außer allerdings Elias Lasisi, der wegen Lungenproblemen im Krankenhaus war. „Es geht ihm jeden Tag besser“, so Roijakkers. Wann kommt der Belgier zurück? „Hoffentlich schnell!“ haz/gsd-nh

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