Nach der hohen Niederlage bei Alba: Berlin war für BG keine Reise wert

Wer hat Angst vorm großen Mann? Göttingens Brion Rush (am Ball) jedenfalls nicht. Er zieht gegen Berlins Dennis Clifford zum Korb. Foto: zje/gsd

Berlin. Am Sonntagmittag waren sie von ihrer Dienstreise nach Berlin zurück. Diesmal nicht wie meistens mit dem Bus, sondern nach einer Übernachtung in der Hauptstadt mit dem ICE. Freie Bahn hatten beim Punktspiel in der Mercedes-Benz-Arena aber hauptsächlich die „Albatrosse“, die einen ebenso klaren wie hochverdienten 98:71 (45:34)-Sieg feiern konnten. Die Veilchen standen vor 10 548 Zuschauern, darunter respektabel viele BG-Fans, mehr oder weniger nur auf dem Neben- oder Abstellgleis. Berlin war für die Veilchen einmal mehr sportlich keine Reise wert.

Dass sich die Göttinger beim Tabellenzweiten wenig bis nichts ausrechnen durften, war eigentlich schon vorher klar. Zu groß ist einfach die Diskrepanz zwischen einem Top-Team der Bundesliga wie Berlin und den gegen den Abstieg kämpfenden Göttingern. So sind die Rollen einfach klar verteilt.

Zwei schwache Statistiken

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Siegen standen die Göttinger bei Alba auf verlorenem Posten. Und auch im Gegensatz zu den dringend nötigen Erfolgen gegen Tübingen und Frankfurt standen die BGer mit zwei speziellen Statistiken auf dem Kriegsfuß: In Berlin trafen sie nur magere fünf von 19 Dreiern, wobei sich Bank-Nachwuchsspieler Lenny Larysz mit zwei verwandelten Dreiern in der Schlussphase hervortat. Gegen Frankfurt hatten Brion Rush und Jordan Loveridge noch jeweils sechs Dreier verwandelt. Und in Berlin? Jeweils null.

Traurig war auch die Treffsicherheit bei den Freiwürfen. Die Veilchen versemmelten 14 von 38 Versuchen, das ergibt eine nur 63-prozentige Quote. Nicht erstligareif. „Es ist schön, dass wir uns so viele Freiwürfe erarbeitet haben, aber um überhaupt eine Chance zu haben, müssen wir deutlich mehr davon treffen,“ kommentierte BG-Coach Johan Roijakkers, der sich vor dem Tip-off bei „Telekomsport.de“ als „großer Alba-Fan“ outete und darauf verwies, dass die letzten beiden Siege die Stimmung aufgehellt hätten.

In der Mercedes-Benz-Arena führte die BG nur ein einziges Mal, als Darius Carter seine Farben mit 4:2 in Front brachte. Danach hoben die Albatrosse langsam ab und ließen die Veilchen in den unteren Sphären zurück. Gegen Big Men wie Luke Sikma und Dennis Clifford oder Alba-Eckpfeiler wie Peyton Siva, Niels Giffey oder Spence Butterfield ist es für ein individuell schwächer besetztes Team wie die BG schwer, etwas auszurichten.

„Alba hat das Spiel über 40 Minuten dominiert und absolut verdient gewonnen. Sie sind sehr physisch aufgetreten, und es ist eine Weile her, dass meine Spieler so eine Intensität über 40 Minuten erlebt haben“, meinte Roijakkers. Gut, dass jetzt schon am Mittwoch (19 Uhr) das Nachholspiel gegen John Patricks Ludwigsburger steigt. So hat die BG wenig Zeit, darüber nachzudenken, dass Berlin sportlich wieder keine Reise wert war. (haz/gsd)

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