Nach der Niederlage in Tübingen: BG Göttingen rutscht in Gefahren-Zone

Zusammen mit Dominic Lockhart bester Punktesammler in Tübingen: Göttingens Brion Rush kam bei den Tigers auf 16 Zähler. Foto: nh

Tübingen. Über Wochen schien die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga in zumindest halbwegs gesicherten Regionen. Nach dem enttäuschenden 67:80 (32:43) beim zuvor noch sieglosen Tabellenletzten Walter Tigers Tübingen rutschten die Veilchen jedoch in die Gefahrenzone ab. Willkommen im Abstiegskampf!

Der Auftritt im 440 Kilometer entfernten Tübingen stand von Anfang an unter einem unglücklichen Stern. Beim Training hatte sich Top-Spielmacher Michael Stockton verletzt, war mit dem Fuß umgeknickt. So stand der Point Guard zum ersten Mal nicht in der Starting Five, wohingegen der neue Tigers-Trainer Mathias Fischer den Ex-Göttinger Mathis Mönninghoff in seiner Startformation aufbot. Ohne Stockton ging die BG am Stock.

BG-Coach Johan Roijakkers setzte Stockton erst nach 3:19 Minuten erstmals ein, in der ersten Halbzeit waren es dann lediglich 8:18 Minuten und am Ende 10:50 Minuten – bei null Punkten des BG-Vordenkers. Ein schmerzlicher Verlust, der kaum zu kompensieren war!

Lockhart ragt heraus

Der einzig herausstechende BGer war letztlich Dominic Lockhart, der viele gute Aktionen kreierte und mit 16 Punkten (ebenso wie Brion Rush) zu gefallen wusste. „Wir hatten in der ersten Halbzeit zu viele Ballverluste und Tübingen eine 50-prozentige Dreierquote – so kannst du nicht gewinnen“, meinte der Neu-Nationalspieler im TelekomSport-Kurz-Interview. „Außerdem haben wir den Ball nicht genug laufen lassen.“

In der Tat hatten die Veilchen große Probleme, sich gute Wurfchancen herauszuarbeiten. Die Tigers verteidigten gut, gestatteten der BG nur schwierige, schlechte Würfe. Auch die Dreier-Quote war schwach: Nur drei Treffer zur Halbzeit, am Ende waren es acht und damit lediglich 30 Prozent. Was natürlich auch auf die Gesamtwurf-Quote Einfluss hatte, die bei dünnen 35 Prozent lag (Tübingen 49 Prozent).

Als Brion Rush nach dem Wechsel die zweite Hälfte mit einem Dreier eröffnete, keimte in den folgenden Minuten Hoffnung bei den Veilchen auf, den ersten Saisonsieg der Schwaben zu verhindern. Lockhart mit einem Zweier und Dreier, dann Rückkehrer Harper Kamp – da war das Roijakkers-Team auf 46:49 (25.) herangekommen. Doch nach einem angeblich „unsportlichen“ Foul von BG-Big Man Evan Smotrycz setzten sich die Tübinger wieder ab, führten nach 30 Minuten 60:48.

Mönninghoff mit 13 Zählern

Spätestens danach war das kurzzeitige Feuer wieder erloschen. Und nicht zum ersten Mal zeigte sich, dass den Göttingern nach der Verletzung von Darius Carter an der rechten Hand ein eiskalter Vollstrecker in der Offensive fehlt. Drei Dreier von Smotrycz, Grüttner und Rush brachten die BG im letzten Viertel auch nur auf 60:74 heran. Bei Tübingen schaffte Neuzugang Reggie Upshaw ein „Double-Double“ (20/10 Rebounds), und irgendwie passte es, dass Mönninghoff gegen sein Ex-Team zum zweitbesten Tigers-Werfer avancierte. Trainer Roijakkers: „Unter der Woche hat sich Stockton verletzt und konnte uns heute nur bedingt helfen. Da auch Darius Carter verletzt fehlt, war das einfach zu viel für uns.“ Die BG als generöser Gast! (haz/gsd)

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