Nach der Pleite in Ulm: Video-Zeit fürs BG-Team um 7.15 Uhr

Auch bei der BG Göttingen ist man nach den Ereignissen von Paris um Sicherheit bemüht – in der Lokhalle (Foto) wie auch in der Sparkassen-Arena, wo am Sonntag die Telekom Baskets Bonn gastieren. Archivfoto: zje/gsd-nh

Göttingen. So hatten sich die Spieler der BG Göttingen den Start in die neue Woche sicher nicht vorgestellt. Für Montagmorgen um 7.15 Uhr hatte Trainer Johan Roijakkers zwar kein Straftraining, dafür aber eine gemeinsame Video-Zeit im Presseraum der S-Arena angesetzt.

Auf dem Programm stand die derbe 28-Punkte-Pleite von Ulm. Ein Seh-Vergnügen dürfte sie wohl kaum gewesen sein. Roijakkers wie üblich ganz nüchtern: „Wir haben am Samstag im Spiel nicht gearbeitet – das mussten wir nachholen.“ Knallhart, der Niederländer!

Die Stimmungslage war den BGern schon bei der Abfahrt aus Ulm anzusehen. Mütze auf dem Kopf, Kopf gesenkt, Tasche über die Schulter – so schlurfte Robert Kulawick nach der Pleite bei den Schwaben die wenigen Meter von der Kabine zum wartenden Mannschaftsbus. „Kulles“ Körpersprache war ein Spiegelbild für die derzeitige bescheidene Situation bei der BG.

Nach den Montagsspielen (siehe „Hintergrund“) stehen nur der MBC und Bremerhaven momentan noch schlechter da. Der kleine Hoffnungs-Strohhalm mit der relativ ordentlichen Leistung in Ludwigsburg – in Ulm wurde er schon wieder umgeknickt. „Wir sind in einem Teufelskreis“, mutmaßte Malte Schwarz. „Wir treffen ein, zwei, drei Würfe nicht und der Gegner ist dann erfolgreich. So vergrößert sich leicht ein kleiner Rückstand zu einem großen“, meinte der Ex-MBCer.

„Uns ging langsam die Luft aus“, fand Mathis Mönninghoff nach der Schlappe in Ulm. „Uns fehlten einfach die Stopps.“ Das sind die Ballgewinne in der Defensive, die einen eigenen Angriff ermöglichen. Mönninghoff weiter: „Wir haben es Ulms Rubit und Braun auch zu leicht gemacht.“

Mehr Kontrollen gegen Bonn

Am kommenden Sonntag (15 Uhr) müssen die Veilchen gegen die Telekom Baskets Bonn aufs Heim-Parkett, die am Sonntagabend zuhause gegen Frankfurt mit 59:82 unter die Räder gerieten und zuletzt drei Niederlagen kassierten.

Für die BG ist es das erste Heimspiel nach den Ereignissen von Paris. Wie reagieren die Veilchen? BG-Spieltagsorganisator Nils Leunig: „Wir haben mit der Göttinger Polizei und unserem Sicherheitsdienst aus Kassel gesprochen. Für uns ist es ein normales Heimspiel, aber die Zuschauer sollten sich auf genauere Kontrollen einstellen. Wir nehmen das ernst, aber man sollte auch nicht die Pferde scheu machen.“

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