Basketball-Bundesliga

Nach Saison-Fortsetzung: Roijakkers kämpft um seine Spieler

Einer der Höhepunkte dieser Saison: Der Göttinger 72:71-Sieg gegen Berlin mit BG-Nationalspieler Dominic Lockhart ( am Ball) gegen Albas Marcus Eriksson. 

Nach mehreren Wochen Kurzarbeit wegen der Coronakrise jetzt wieder viel mehr Betriebsamkeit bei der BG Göttingen. Nach dem Beschluss der Basketball-Bundesliga GmbH (BBL) vom Montag, die Saison in abgespeckter Form fortzusetzen, gilt es für die Veilchen-Verwaltung um Geschäftsführer Frank Meinertshagen und Trainer/Sportdirektor Johan Roijakkers, viele Dinge zu klären und ins Laufen zu bringen.

Die Lage

Die Göttinger hatten vor der Saisonunterbrechung Mitte März sportlich einen Lauf. Auch deshalb waren die Veilchen immer für eine Fortsetzung. „Es ist besser, unter diesen Bedingungen zu spielen, als gar nicht zu spielen“, sagte Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Gleich nach der fünfstündigen Video-Schalte am Montag stand noch eine Versammlung der 13 BG-Gesellschafter an.

Das Top-Trio

Die Göttinger wollen sofort mit ihren US-Profis Alex Ruoff, Kyan Anderson und Dylan Osetkowski, die in ihre Heimat geflogen waren, über eine Rückkehr sprechen. „Das läuft über die Agenten der Spieler“, sagt BG-Coach Johan Roijakkers, der nun um „seine Jungs“ kämpfen muss. Am Dienstagvormittag war Roijakkers bei einer Video-Schalte der Sportdirektoren der zehn verblieben Teams dabei. Inhalte blieben geheim: „Ich darf nichts sagen.“. Ob das BG-Trio, das Rückhol-Optionen in den Verträgen hat, wirklich wieder einfliegt, ist offen, was auch daran liegt, was sich die BG finanziell erlauben kann. „Wir dürfen aber jetzt keine Zeit verlieren, im schlimmsten Fall setzen wir die Kosten für ein paar Flüge in den Sand“, sagt Meinertshagen.

Die weiteren Spieler

Die deutschen Spieler (Dominic Lockhart, Dennis Kramer, Marvin Omuvwie, Kevin Bryant, Bennet Hundt, Adam Waleskowski, Mathis Mönninghoff) sowie die ausländischen Akteure Terry Allen (USA), Mihajlo Andric (Serbien) und Elias Lasisi (Belgien) sind weiterhin in Göttingen. Ihre Arbeitspapiere laufen bis Mitte Mai. Werden sie bereit sein, sie entsprechend zu verlängern bis Ende Juni? Dann will die BBL die Saison 2019/20 endgültig abgeschlossen haben. Viele Dinge und Fragen, die noch geklärt werden müssen.

Meinungen

BG-Boss Meinertshagen ist überzeugt davon, dass die Liga von dem Plan, die Serie fortzusetzen, profitiert. „Wenn wir spielen, gibt es endlich wieder frischen Basketball im TV zu sehen.“ BG-Spielmacher Bennet Hundt: „Man vermisst Basketball und wünscht sich, nach dem abrupten Ende wieder mal zusammenzukommen. Die Fortsetzung ist ein gutes Zeichen. Sicherheit und Hygiene müssen aber gewährleistet sein. Ein gutes Konzept der Liga ist schwierig, aber nicht unmöglich.“

Die Zukunft

„Jetzt geht es um die Finanzierung des Ganzen“, sagt Meinertshagen und verweist auf Kosten (Hotel für die Turnierphase, Spieler usw.) und Einnahmen, die wohl höchstens gegen Null tendieren. Das TV-Geld von MagentaSport dürfte nun nicht zurückgezahlt werden müssen. Überhaupt gibt es Spekulationen, der Sender habe sehr für eine Saison-Fortsetzung plädiert.

Die Gruppeneinteilung

Sie ist noch offen, soll sich am Tabellenstand orientieren. Meinertshagen brachte am Montagabend eine Variante ins Spiel, die er am Dienstag auf folgende Version revidierte.

Gruppe 1: Bayern München, Hakro Merlins Crailsheim, EWE Baskets Oldenburg, ratiopharm Ulm, BG Göttingen.

Gruppe 2: Riesen Ludwigsburg, Brose Bamberg, Alba Berlin, Rasta Vechta, Fraport Skyliners Frankfurt. haz/gsd-nh

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