Nach Tübingen-Dämpfer nun Alba Berlin bei der BG Göttingen

Mit 16 Punkten erfolgreichster BGer in Tübingen: Göttingens Harper Kamp, hier im Test gegen Zwolles Jessey Voorn. Foto: zje/nh

Göttingen. Außer Spesen nichts gewesen – das war das ernüchternde Fazit der Saisonpremiere der BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga. Der Dämpfer in Tübingen (56:98) erinnerte an den Saisonauftakt vor fast auf den Tag genau vier Jahren.

Damals gab es am 4. Oktober 2011 ein ebenso krasses 63:107 – allerdings nicht bei einer Durchschnittsmannschaft, sondern beim Topteam Bamberg. Es war übrigens die Insolvenz- und Abstiegssaison der Veilchen.

So schwarz muss man natürlich nach nur einem Spiel nicht malen. Aber das Debüt der BG war schon nachdenkenswert. Die Mannschaft von Coach Johan Roijakkers, die am Sonntagmorgen erst um 5.30 Uhr wieder zuhause war, ließ im Gegensatz zu Tübingen physische Präsenz vermissen. Sie hielt körperlich zu wenig dagegen. Umso ehrenhafter, wie der BG-Trainer sein Team schützte: „Wir haben alles gegeben, was machbar ist.“ Aber reichte das? „Nein, das reichte nicht“, so der Niederländer. Solche Aussagen mögen zwar realistisch sein, machen aber eher wenig Hoffnung.

Wie lange fällt Perry aus?

Vor allem, wenn jetzt auch noch der nachverpflichtete Spielmacher Marque Perry länger ausfällt. Er hat sich, so der Coach, am vergangenen Mittwoch verletzt. „Das gleiche, was Mathis Mönninghoff hatte.“ Der Ex-Trierer fiel wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel die gesamte Vorbereitungsphase aus. Für Perry bekam nun Trainingsgast Lawrence Alexander einen Vertrag, der so lange läuft, bis Perry wieder fit sei, informierte Roijakkers.

Mönninghoff versuchte es in Trier nach seiner langen Ausfallzeit. „Von der Kondition her ist er noch weit weg“, sagt Roijakkers, der Sonntag frei gab und am Montag mit der Vorbereitung auf das erste Heimspiel gegen Alba Berlin (Mittwoch, 20 Uhr) in der Lokhalle begann.

„Telekombasketball“-Kommentator Stefan Koch fragte den BG-Trainer nach der Abfuhr in Tübingen, ob an Verstärkung gedacht sei. „Wenn die Telekombasketball sponsert, können wir das machen. Wir müssen Video schauen, viel lernen und hart arbeiten. Wenn es dann nicht reicht und es in die Pro A geht, dann aber ohne ,asholes‘ (englisch für Arschlöcher, d. Red.). Die asholes haben wir schon nach Hause geschickt.“ Eine Anspielung an die von der BG bereits „gelifteten“ Spieler?

Überhaupt sieht Roijakkers das zweite Erstligajahr als Präsent für Göttingen. „Das ist ein Bonus-Jahr, dass wir wieder in der BBL spielen dürfen. Wir haben keine Angst, wollen Spaß haben.“

Ob es denn am Mittwoch gegen Berlin gibt? Alba hat seine ersten beiden Spiele gegen Ulm (74:54) und Bayreuth (97:77) klar gewonnen. Und kommt jetzt sogar mit zwei Ex-BGern nach Göttingen: Nach Akeem Vargas heuerte auch Marc Liyanage (zuletzt beim nächsten BG-Samstags-Auswärtsgegner MBC) bei den neuformierten Albatrossen an.

Hoffentlich trifft die BG, die bereits 3450 Tickets (von 3700) fürs Berlin-Spiel abgesetzt hat, nicht nur alte Bekannte… (haz/gsd-nh)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.