Nach verrückter Rettung: BG-Ladies stellen Lizenzantrag für die 1. Liga

Jaaaaa, wir haben’s geschafft! Die Amerikanerin Casey Smith hat Holland-Import Francis Donders auf den Arm genommen, die ihre Freude herausschreit. Gemeinsam mit Co-Trainerin Klaudia Grudzien, Marissa Janning, Lea Nguyen, Verdine Warner und der verletzten Katarina Flasarova (von links) feiern die BG-Ladies den Klassenerhalt. 2 Fotos: Jelinek/gsd

Göttingen. Diese verrückte Rettung wird mit Sicherheit in die Vereinschronik der BG 74 Göttingen eingehen.

Überschwänglich feierten die Veilchen-Ladies nach dem Herzschlagfinale mit dem eigenen, kaum für möglich gehaltenen 68:57-Sieg gegen Bad Aibling und der Heidelberger 65:69-Niederlage in Halle den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga der Frauen. „Das gibt es doch gar nicht“ – das war der allgemeine Tenor im Umfeld der BGerinnen nach diesem Basketball-Wunder.

Weil im Spiel zwischen Halle und Heidelberg noch 18 Sekunden zu spielen waren, waren die Nerven von BG-Coach Giannis Koukos, den Spielerinnen, Geschäftsführer Richard Crowder und den Fans zum Zerreißen gespannt. Bis der Jubel herausplatzte, sich alle in die Arme fielen und der Jubel keine Grenzen kannte. Dass es hinterher noch eine Nichtabstiegsfeier gab – nur zu verständlich. „Diese Woche sollen die Mädels genießen“, meinte Co-Geschäftsführer Roland Emme-Weiß aus dem Skiurlaub in Österreich.

Einer, der die Rettung eigentlich überhaupt nicht mehr auf dem Zettel hatte, war ausgerechnet Richard Crowder. „Ich hatte nicht mehr mit dem Klassenerhalt gerechnet und war wohl der Einzige, der sich schon seit einiger Zeit mit der 2. Liga beschäftigt hat“, gestand der Ladies-Chef. „Aber es war eben ein grandioser Abend. Das sind die Momente, die das wiedergeben, was man alles investiert. Jetzt muss auch ich komplett umdenken.“

Das bedeutet: Bis zum 31. März muss die BG 74 den neuen Lizenzantrag stellen – für die 1. Liga. Crowder: „Wir müssen noch einige Formalitäten erfüllen wie zum Beispiel finanzielle Bestätigungen von Sponsoren einholen.“

Gespräche mit den Spielerinnen soll es erst nach dem DBBL-Pokal-Final Four am kommenden Wochenende geben, an dem die BG-Ladies am Samstag in Chemnitz gegen Wasserburg spielen. Im April gibt es eine Beiratssitzung, bei der auch die Trainerfrage geklärt wird. „Koukos hatte einen Ein-Jahres-Vertrag“, so Crowder, für den jetzt die Hauptarbeit beginnt.

Klar ist: Bei einem Abstieg wäre das Team wohl auseinandergebrochen. Von den Ausländerinnen signalisierte schon die nachverpflichtete Holländerin Francis Donders, gern bleiben zu wollen. Und auch Verdine „Vee“ Warner (das „karibische Rebound-Monster“, so das Fachmagazin BIG) scheint offenbar nicht abgeneigt, die dritte Saison bei der BG 74 dranhängen zu wollen. Die deutschen Spielerinnen dürften bleiben. Bleibt abzuwarten, was mit den US-Girls Casey Smith und Marissa Janning sowie Katarina Flasarova und Viki Karambatsa wird. (haz/gsd-nh)

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