Nach viel Ruhm und Ehre: BG Göttingen muss langsam punkten

Bodenkampf beim Basketball: Göttingens Jordan Loveridge (21) hechtet der Kugel hinterher. Während Bayerns Anton Gavel (links) und Devin Booker (rechts) nicht rankommen, sitzt BG-Spielmacher Michael Stockton auf dem Hosenboden und sieht zu. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Viel Ruhm, viel Ehre – aber auch nach dem dritten Spiel noch keine Pluspunkte. Sowohl von Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic als auch von Frankfurts Gordon Herbert und ebenso von Münchens Aleksandar Djordjevic gab es nach den ersten drei Spielen (und Niederlagen) sehr viel Lob und Anerkennung. Zählbares indes nicht. „Wir wussten, wie schwer unser Startprogramm ist“, entschuldigt BG-Trainer Johan Roijakkers. „Es war ein Super-Spiel. Diese Niederlage macht nichts.“

Gegen die Top-Teams Oldenburg und München war von vornherein wenig erwartet worden. Umso erstaunlicher, dass die Veilchen den FC Bayern so sehr in Bedrängnis brachten, dass die Münchener Verantwortlichen hinterher im Kabinengang ziemlich laut wurden. Eine Pleite in der Göttinger Provinz – sie wäre für die Bayern eine Blamage gewesen.

„Auch wenn es keinen Sieg gab, hat man gesehen, dass der Charakter in unserer Mannschaft stimmt“, meinte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. „Wie befürchtet haben wir nach drei Spielen noch keine Punkte. Aber wir müssen jetzt den Kopf oben behalten. Irgendwann müssen aber auch Siege her.“

Simon zeigt, was er kann

„Von Lob und Ehre hast du am Ende nichts“, meinte Neuzugang Stephan Haukohl. „Wir haben aber gegen Bayern gezeigt, dass wir mithalten können. Das Spiel hing ja am seidenen Faden.“

Besonders erfreut waren sehr viele bei der BG, dass Nico Simon bei seinem ersten Einsatz für sein neues Team so gut „performte“. Der Ex-Braunschweiger hatte sich seine Saison-Premiere nach dreimal Bankdrücken durch gute Trainingsleistungen auch verdient, so Coach Roijakkers. „Die Atmosphäre in der Halle hat schon begeistert“, meinte Simon, der ja aus der Volkswagenhalle solche Stimmung eher nicht gewohnt war. „Das macht ein paar Prozente aus“, ergänzte er. „Wir haben uns gegen die Bayern gut verkauft und haben Qualität. Das war ein guter Test für die nächsten Spiele.“

Die nächsten zwei Hochkaräter stehen schon am kommenden Wochenende auf dem Spielplan. Am Freitag (19 Uhr) kommt Alba Berlin in die S-Arena, ehe es am Sonntag zu ratiopharm Ulm geht, der Tabellenerste der Hauptrunde 2016/17. Auch da sind wieder die Dienste von den drei „Rückkehrern“ Darius Carter, Dennis Kramer und Simon gefragt. Auch wenn Carter und Kramer gegen Bayern noch etwas die Bindung und die Harmonie fehlten, ist ihr Mitwirken im Veilchen-Team geradezu unabdingbar. Damit es auch langsam die ersten Punkte gibt! (haz/gsd-nh)

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