BG nach Würzburg-Sieg mit gutem Gefühl in die Bundesliga-Pause

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Ganz stark trotz Längen-Nachteils: Alex Ruoff (links) zieht an Würzburgs Center Brendan Lane vorbei, schaffte ein „Double-Double“ (22 Punkte, 11 Rebounds).

Göttingen. Johan Roijakkers schloss seinen Kommentar zum Spiel mit einem kleinen süffisanten Scherz: „Nur neun Ballverluste, da müssen wir wohl nochmal nach-scouten“, lächelte der Trainer der BG Göttingen nach dem hart erkämpften 79:67-Sieg in der Basketball-Bundesliga gegen das erstmals vom neuen Trainer Dirk Bauermann gecoachte s.Oliver Würzburg.

Fast ungläubig schaute der Niederländer auf das Spiel-Scouting, in dem bei den „Turnovers“ tatsächlich nur neun bei den Veilchen aufgelistet waren. Im Schnitt stehen da bei den Göttingern 16,1.

Die drastische Reduzierung der eigenen Ballverluste war gegen die im „Bauermann-Hype“ befindlichen Würzburger einer der Schlüssel zum fünften Saisonsieg der BGer. Ein weiterer war die gute bis sehr gute Göttinger Verteidigung, die den Mainfranken mit 67 Zählern knapp 13 weniger als im Schnitt (79,1) gestattete.

Die Veilchen zeigten sich also nach der Enttäuschung bei Spitzenreiter Ulm wieder physisch und mental stärker. „Ich bin sehr zufrieden mit unserem Energielevel. Wir haben jetzt dreimal gegen Würzburg gespielt (inklusive Test vor der Saison, d. Red.) und sind jedes Viertel besser geworden. Wenn man auf den Ball aufpasst und Rebounds holt, dann kann man viele Teams schlagen“, kommentierte Roijakkers weiter.

Dabei hatte sich der BG-Coach vor dem Spiel wieder mal als Poker-Face geoutet. So machte er aus den Personalien rund ums Team ein Geheimnis. Kommt sein holländischer Landsmann Leon Williams zurück ins Team? Keine Auskunft! Fehlt sonst noch ein Spieler? Info-Sperre!

Die Antworten gab es auf dem Parkett. Williams war nach seiner Bauchmuskelzerrung wieder dabei und tat dem Team gut, auch als Entlastung im Spielaufbau für Jesse Sanders und auch Alexy Ruoff. Bitter nur, dass Dominik Spohr nun vorerst ausfällt. „Bruch des vierten Mittelhandknochens“, so BG-Arzt Dr. Ralf Hamann. Der Bruch wurde bereits operiert. Der BG-Kapitän zog ihn sich schon in Ulm zu, trainierte am vergangenen Montag sogar noch mit, doch dann wurde die rechte Hand geröntgt und die Verletzung festgestellt. Sechs bis acht Wochen Pause! Die anstehenden drei Wochen ohne Spiel kommen jetzt vor allem Spohr zugute.

Ruoff wieder überragend

„Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Pause“, konnte aber Benas Veikalas sagen. „Wir haben gegen Würzburg aggressiv gespielt, die Fans auf unsere Seite gezogen.“ „Wir haben stärker und schlauer als zuletzt gespielt“, meinte der wieder überragende Ruoff (22 Punkte, 11 Rebounds, 8 Vorlagen). Damit schrammte das „BG-Gehirn“ nur um zwei Assists knapp an einem äußerst seltenen „Triple-Double“ (drei zweistellige statistische Werte) vorbei – die Krönung für jeden Basketballer!

„Wir haben Würzburgs Rhythmus gebrochen, sie müde gemacht“, befand Adam Waleskowski. „Schön, wieder zurück zu sein. Das Team braucht mich“, freute sich der selbstbewusste Leon Williams.

Die freien Tage hat sich das BG-Team jetzt verdient. Das nächste Training ist erst am 17. Januar. 

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