Basketball-Bundesliga Frauen: BG-Ladies treffen auf Rekordmeister Wasserburg

Die nächste hohe Hürde

Hier ist Durchsetzungsvermögen gefragt: Göttingens Neuzugang Marissa Janning (am Ball) beim Champions Weekend gegen Heidelbergs Veshaundra Young. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. In diesen Tagen bekommen die Veilchen Ladies die volle Wucht der ersten Basketball-Bundesliga zu spüren. Auf den Heimsieg gegen Mitaufsteiger Heidelberg folgte die Niederlage in Halle und anschließend die derbe Schlappe bei Vizemeister Keltern. Am Sonntag (16 Uhr/FKG-Halle) geht es gegen den Rekordmeister TSV 1880 Wasserburg.

BG 74-Sprecher Klaus Plaisir vergleicht Wasserburgs Frauen mit den Bundesliga-Fußballern von Bayern München. Der Vergleich hinkt sicher nicht. Der bayrische Klub hat elf Meistertitel eingefahren und achtmal den Pokal gewonnen seit 2004. Fünfmal in Folge sprang die Meisterschaft heraus, in den vergangenen vier Jahren feierte der TSV sogar das Double aus Titel und Pokalsieg.

Doch auch beim Rekordmeister regiert jetzt der Rotstift. Sponsoren sprangen ab, so muss Trainer Georg Eichler mit etwas weniger zufrieden sein. Sieben Spielerinnen musste man gehen lassen, darunter Topscorerin Shey Peddy und die Ex-BGerin Katharina Fikiel, die am vergangenen Dienstag für ihren neuen Klub Keltern elf Punkte und neun Rebounds zum Sieg gegen die BG-Ladies beisteuerte.

Kader mit neun Nationen

Eichler coacht jetzt eine Weltauswahl, denn seine Spielerinnen kommen aus neun Nationen: Österreich, Frankreich, Finnland, Tschechien, Litauen, Niederlande, USA und neuerdings auch Lettland. Denn am Dienstag verpflichtete der TSV die Lettin Laura Audere (33) für Nationalspielerin Laura Hebecker, die sich beim „Champions Weekend“ in der FKG-Halle einen Kreuzbandriss zuzog. Die Ex-Hallenserin ist eine von nur drei deutschen Spielerinnen im 13-er-Kader. Allerdings setzte Eichler bislang nur acht Akteurinnen ein, die aber Siege gegen Chemnitz, Heidelberg und Halle einfuhren. So führt der „Bayern-Express“ die DBBL punktgleich mit Keltern und Nördlingen an.

Die Stärke der Bayerinnen kommt in den statistischen Werten zum Ausdruck. Sechs Spielerinnen haben zweistellige Punktewerte. Bei den BG-Ladies kommt nur Centerin Verdine Warner, im Basketball-Fachmagazin „BIG“ als „karibisches Rebound-Monster“ bezeichnet, auf ähnliche Werte: 13,7 Punkte und 16 Rebounds.

„Wasserburg spielt auf dem gleichen Niveau wie Keltern. Wir sind zwar nicht auf Augenhöhe mit diesem Team, aber wir werden alles geben, um vielleicht für eine Überraschung zu sorgen“, sagt BG-Ladies-Coach Giannis Koukos. Mit seinem kleinen Team ist der Grieche nun auf Wiedergutmachung der Pleite von Keltern aus. Ob dies jedoch ausgerechnet gegen die deutsche Ausnahme-Mannschaft gelingt, bleibt abzuwarten. (haz/gsd)

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