Nächstes BG-Heimspiel: Phoenix Hagen schlagen fast Pflicht

Mit 21 Punkten bester Werfer in München: BG-Neuzugang Shane Edwards (li.,) gegen den MBCer Ivan Siriscevic, der in Weißenfels gefeuert wurde. Foto: zje/gsd

Göttingen. Gegen die großen „B’s“ ist in dieser Saison absolut nichts drin für die kleine BG Göttingen. Das dokumentierte die heftige 73:114-Klatsche bei Bayern München (35 Assists gegen die BG – Bundesliga-Rekord eingestellt) nach den Pleiten gegen Berlin und Bamberg aufs neue eindrucksvoll.

„Wir haben uns von den Bayern einschüchtern lassen“, kommentierte BG-Neuzugang Malte Schwarz die Niederlage.

Bloß gut, dass die Veilchen nun die drei herausragenden Teams erst einmal abgehakt haben. Mit dem Heimspiel Freitag (20 Uhr) gegen Phoenix Hagen beginnt nun so etwas wie eine „neue Saison“. Zwar kommen auch noch weiter starke Gegner, doch eben auch die Mannschaften, gegen die die Göttinger eigentlich punkten müssen, wenn sie den Klassenerhalt schaffen wollen. Hagen ist der erste Kontrahent, gegen den man siegen sollte. BG-Trainer Johan Roijakkers hingegen blickt – ganz Trainer-like – nur von Spiel zu Spiel.

Everett weiter integrieren

Doch ein Sieg gegen Hagen ist leichter gesagt als getan: In der vergangenen Saison waren die Westfalen auswärts bärenstark. Ein Erfolg gegen Phoenix wäre aber bereits umso wichtiger, weil danach die zwei schweren Auswärtspartien in Ludwigsburg und Ulm folgen – es bleibt schwierig für die Veilchen.

Ganz wichtig ist in dieser Woche auch die weitere Integration von Terrell Everett. In München spielte er 24:34 Minuten, kam auf sieben Punkte und starke neun Assists. Dass aber noch die Harmonie auf dem Feld fehlt nach nur zwei Trainingseinheiten, war klar. BG-Coach Johan Roijakkers: „Er braucht Zeit, um in Form zu kommen und um unsere Spielsysteme zu lernen.“

„Everett kann für uns das Spiel variieren“, meinte Malte Schwarz. „Wir brauchen aber weiter Zeit, um in Schwung zu kommen und müssen nach vorn schauen.“

Das muss die BG auch bei Marque Perry. Er trainierte in der vergangenen Woche leicht mit, nachdem er sich kurz vor dem Saisonauftakt in Tübingen eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte (wie zuvor auch Mathis Mönninghoff). In München war Spielmacher Perry (34) beim Aufwärmen dabei, doch Roijakkers setzte ihn nicht ein.

Perry-Comeback unrealistisch

Dass Perry sein Comeback gegen Hagen gibt, hält Roijakkers für unrealistisch: „Das geht noch nicht.“ Er brauche noch weitere Wochen. Und: „Solange Perry nicht mitspielen kann, ist unser Spiel nur schwer einzuschätzen“, so der Veilchen-Coach.

Seine weiteren Spieler behütet Roijakkers trotz nun 2:12-Punkten. Ruben Boykin mache einen „Super-Job“, sei „kompletter“ als sein Bruder Jamal. Harper Kamp zeige eine „sehr professionelle Einstellung“, Godbold sei jetzt der „Star“ im Team als Ballverteiler und Rebounder. Und auch mit den Deutschen, sagt Roijakkers, sei er „sehr zufrieden“. Sie erhielten viel Spielzeit. (haz/gsd)

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