Basketball-Bundesliga Männer: Veilchen 79:76 gegen Braunschweig

Nelsons Dreier ins Derby-Glück für die BG Göttingen

Bissig! Göttingens Brite Luke Nelson (rechts) versucht, sich gegen Braunschweigs Gavin Schilling durchzusetzen. Am Ende sorgte Nelson mit seinem fünften erfolgreichen Dreier für den Sieg der Veilchen.
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Bissig! Göttingens Brite Luke Nelson (rechts) versucht, sich gegen Braunschweigs Gavin Schilling durchzusetzen. Am Ende sorgte Nelson mit seinem fünften erfolgreichen Dreier für den Sieg der Veilchen.

Der neue Brite Luke Nelson traf acht Sekunden vor Schluss per Dreier zum 79:76-Sieg der BG Göttingen im Niedersachsen-Derby gegen die Löwen Braunschweig. Der erste Heimsieg der Veilchen war perfekt.

Göttingen – Bereits nach dem zweiten Spieltag der Basketball-Bundesliga muss konstatiert werden: Durch zwei erneut coronabedingte Absagen wird sich tabellenmäßig eine Wettbewerbsverzerrung nicht vermeiden lassen. Denn auch schon am ersten Spieltag musste ein Spiel abgesagt werden. Und wann das TOP FOUR-Pokalturnier in München mit der BG Göttingen ausgetragen werden kann, welches ja schon einmal verschoben wurde, steht bei dem unglaublich eng gestrickten Bundesliga-Spielplan in den Sternen.

Von Absagen ist bisher die BG Göttingen verschont geblieben. So stand der Heimpremiere, dem Niedersachsenderby gegen die Löwen Braunschweig, auch nichts im Wege. Nach der 73:100-Pleite bei den Riesen Ludwigsburg erwartete BG-Trainer Roel Moors eine Reaktion von seiner Mannschaft – und die lieferte sie ihm mit dem wenn auch knappen 79:73 (40:45)-Sieg.

Bevor aber das Spiel vor leeren Rängen in der S-Arena mit einem Sprungball begann, gab es noch eine Schweigeminute für den viel zu früh verstorbenen BG-Förderer und Bundestags-Vizepräsidenten Thomas Oppermann.

In diesem sehr engen Match, das sich auch NBA-Profi Dennis Schröder, legitimer Nachfolger von Dirk Nowitzki und alleiniger Gesellschafter der Braunschweiger Löwen, ansah, führten meist die Gäste – ein Mal gar mit zehn Punkten (57:47) –, die in Bryon Allen den Topscorer mit 22 Punkten in ihren Reihen hatten. Allen lieferte sich ein Privatduell mit Göttingens Engländer Luke Nelson, dem fast ein Double-Double (21 Punkte und neun Assists) gelang. Am Ende aber war Nelson derjenige, der dieses Duell aufgrund seines entscheidenden Dreiers zum 78:76 gewann. Im Gegenzug – es waren noch 7,4 Sekunden zu spielen – war es Allen vorbehalten, den entscheidenden Dreier zum Sieg zu werfen, doch der Ball sprang 1,4 Sekunden vor der Schlusssirene bei seinem Wurf von jenseits der 6,75 m-Linie auf den Ring, prallte von da ins Feld. Einen der beiden Freiwürfe nach einem Offensivfoul der Löwen verwandelte Jorge Gutiérrez zum 79:76.

Erleichterung allenthalben bei Spielern, Trainern und Betreuern über das gelungene Heimdebüt. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir brauchten eine Reaktion auf das schwache Spiel gegen Ludwigsburg, und diese Reaktion ist uns gelungen“, meinte Moors. Die Defensive habe gut zusammengearbeitet, die Mannschaft habe viel Energie gezeigt. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz aller meiner Spieler“, ergänzte Moors.

Erneut gehörte Ron Jackson nicht zum Kader. So wie schon in Ludwigsburg kam für ihn Harper Kamp zum Einsatz und rechtfertigte seine Nominierung, als unter anderem seine beiden erfolgreichen Würfe in Folge den zwischenzeitlichen 59:59-Gleichstand bedeuteten.

.  Unterdessen ist der Dreimonats-Zeitvertrag von Benedikt Turudic nicht verlängert worden. Er war verpflichtet worden für Center Dennis Kramer, der sich verletzt hatte, länger ausfiel, nun aber wieder fit ist. „Das sind nur finanzielle Gründe“, sagt Coach Moors. „Ich war sehr zufrieden mit Turudic.“ Für Jackson sucht Moors weiter Ersatz. (Von Walter Gleitze)

Auf der Tribüne: NBA-Profi Dennis Schröder ((links) mit Löwen-Geschäftsführer Nils Mittmann.

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