Veilchen am Samstag gegen die Eisbären Bremerhaven

Das Nerven-Spiel für die BG Göttingen

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Dynamisches Dribbling: Göttingens australischer Neuzugang Mitch Creek (am Ball) schiebt Erfurts Daniel Schmidt mit dem Arm weg. Er brachte viel Energie ins BG-Spiel.

Göttingen. Wer behält die Nerven – das ist beim zweiten „Abstiegs-Endspiel“ in Folge zwischen der BG Göttingen und den Eisbären Bremerhaven am Samstag (18 Uhr) die wichtigste Frage.

Nach den letzten Niederlagen stehen beide Teams unter Druck. Die Veilchen nach dem 75:88 gegen Gotha/Erfurt und die Eisbären nach dem späten 76:83 gegen Meister Bamberg.

Für die BG um Trainer Johan Roijakkers zählt am Samstag nur ein Sieg. Durch die zweite Niederlage gegen Gotha hat sie gegenüber den Thüringern den schlechteren direkten Vergleich. Mit einem Sieg gegen Bremerhaven (77:74 im Hinspiel) könnten sich die Veilchen diesen gegen die Eisbären sichern. Auch das Hinspiel beim MBC, der letzte Heimspielgegner der BG am 29. April, gewannen die Göttinger. Nerven wie Drahtseile sind also gefragt.

Ein Spieler wird gestrichen?

Gespannt darf man sein, ob Coach Roijakkers wieder auf Brion Rush setzt. Der Dreier-Experte fehlte gegen Gotha/Erfurt wegen Problemen des Augapfels. Zur Korrektur sollte er eine Brille tragen, so der BG-Trainer. Nach dem Dreier-Saisontief (nur drei!) gegen Gotha/Erfurt sind Rushs Fähigkeiten umso mehr gefragt. Ergibt sich die Frage, wer für ihn draußen bleibt, da die BG ja nach der Nachverpflichtung von Mitch Creek einen Ausländer überzählig hat. Ist jetzt möglicherweise Leon Williams der Streich-Kandidat?

Mitch Creek dürfte es jedenfalls nicht sein. Roijakkers schwärmte von dem Australier nach dem starken Debüt gegen Gotha/Erfurt. „Beeindruckend“ nannte er es. „Auf so einen Spieler bin ich sehr stolz“, sagte Roijakkers weiter und setzte Creek mit den Ex-BG-Stars Raymar Morgan und Khalid El-Amin gleich. Fast ein vorweggenommener Ritterschlag für den „Aussie“ nach seinem guten Debüt.

Nach der Pleite gegen Gotha blickte Stefan Haukohl der Realität ins Auge: „Wir sind jetzt wieder mitten im Abstiegskampf, es ist sehr brenzlig. Wir haben noch zwei Heimspiele, die wir gewinnen müssen. Wir entscheiden, wo die Reise hingeht“. Noch habe die BG alles selbst in der Hand, meinte auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Bei vier schweren Auswärtspartien in Bonn, Gießen, Oldenburg und Braunschweig bleibt die „Mission Klassenerhalt“ indes äußerst schwierig.

Bremerhaven „lebt“ hauptsächlich von den fünf Topspielern Jordan Hulls (14,9 Punkte pro Spiel), Johnny Berhanemeskel (13,8), dem 113 kg-Center Geoffrey Groselle (10,3), Carl Baptiste (7,7) und Ivan Elliott (7,4). Von den bisherigen 23 Erstliga-Duellen gewann die BG zwölf, zuhause gab es acht Siege und vier Niederlagen.

Und noch eine wichtige Zahl: Hatte Roijakkers seine Topspieler Rush, Darius Carter und Michael Stockton dabei, gab es 7:2-Siege. Zur Erinnerung: Die BG hat erst sieben Siege erzielt. (haz/gsd)

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