Basketball-Bundesliga: Interessen-Vertretung der Coaches / Geänderte Kriterien für Euro-Qualifikation

Neuer Job für Patrick im „Trainer-Rat“

Alte Bekannte: Mit Bremerhavens Doug Spradley (r.) ist BG-Coach John Patrick im neuen „Trainer-Rat“ der BBL vertreten. Foto: Jelinek

Göttingen. In der „Halbzeit“ der Eurocup-Zwischenrunde besteht für die Basketballer und das Umfeld der BG Göttingen in der Woche ohne internationalen Auftritt die Möglichkeit zum Durchschnaufen, ehe das straffe Februar-Programm fortgesetzt wird.

BG-Trainer John Patrick hat jetzt noch einen zusätzlichen Job übernommen. Er ist ins „Coaches Council“ berufen worden. Zusammen mit Chris Fleming (Bamberg), Henrik Rödl (Trier) und Doug Spradley (Bremerhaven) bildet das Quartett ein neues Gremium, das die Interessen der Chefcoaches und ihrer Assistenten vertritt. Die „Stimme der Trainer“, wie es BBL-Geschäftsführer Jan Pommer nannte, steht Präsidium und Geschäftsführung der Basketball-Bundesliga GmbH beratend zur Seite. Den Trainern, so BBL-Präsident Dr. Thomas Braumann, kommt aufgrund ihrer Schlüsselrolle im sportlichen Geschehen eine zentrale Bedeutung zu. Mit ihren Fachkenntnissen soll das „Produkt Beko BBL“ weiter optimiert werden.

Neu geregelt wurden inzwischen die Kriterien für die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. Gab es in den vergangenen Jahren für die Bundesligisten ein Punkte-Ranking, um die Teilnehmer an Euroleague, Eurocup und EuroChallenge zu ermitteln, so entscheidet nun allein der Tabellenplatz. „Deutschland war das einzige europäische Land, in dem noch ein Punktesystem angewandt wurde“, erklären BG-Chef Marc Franz und BBL-Sprecher Dirk Kaiser. Zuletzt hat die BBL mindestens fünf, in dieser Saison sogar sieben Euro-Starter. Wer letztlich in einem der drei Wettbewerbe dabei ist, lässt sich, so Kaiser, nicht genau sagen, zumal auch „Wild-Cards“ vergeben werden. „Göttingens Abschneiden war zuletzt phänomenal, das wird auch von der Euroleague als Ausrichter registriert“, macht Kaiser der BG Hoffnungen, auch im dritten Jahr in Folge international zu spielen, selbst für den Fall, dass sie nicht auf den ersten sechs Plätzen der BBL landet.

Nowitzki in der Lokhalle?

Gespannt blicken alle deutschen Klubs auf die NBA. Dort droht zur nächsten Saison ein „Lock-out“ (Aussperrung) durch die Klubbesitzer. Topteams wie Berlin, Bamberg und selbst Fast-Aufsteiger Bayern München spekulieren auf Dirk Nowitzki, der sich einer deutschen Mannschaft anschließen könnte - ehe er gar nicht spielen kann. So scheint es auch nicht ausgeschlossen, dass Superstar „Dirkules“ (13 Millionen Jahresgehalt) vielleicht mit einem der Bundesliga-Teams auch in der Göttinger Lokhalle aufkreuzt. „Das wäre der Wahnsinn“, hegt BG-Chef Franz schon Vorfreude.

† Das letzte Eurocup-Spiel gegen Budivelnik Kiew wird am 1. März in Braunschweig ausgetragen. (haz/gsd)

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