Neues BG-Trainingszentrum: Auf diese Halle freuen sich alle

Neues Dach überm Kopf: GöSF-Chef Alexander Frey, BG-Boss Frank Meinertshagen, Trainer Johan Roijakkers und Projektleiter Jos de Backer (v.l.) in der Halle des neuen BG-Trainingszentrums. Foto: zje/gsd

Göttingen. Der Clou ist sicher ein unscheinbarer, später klimatisierter Raum in der ersten Etage. „Hier kommen zwei Reihen Kino-Sessel rein und an dieser Wand wird ein riesengroßer Flachbildschirm montiert“, deutet Geschäftsführer Frank Meinertshagen auf die derzeit noch kahle Rohbauwand. „Und die Sitze werden Getränkehalter haben“, lächelt Chefcoach Johan Roijakkers. Fehlt eigentlich nur noch die Popcorn-Maschine…

Was so belustigend wirkt, ist das künftige Video-Zimmer im neuen Trainingszentrum von Basketball-Bundesligist BG Göttingen neben der S-Arena, das am Mittwoch bei einem Rundgang vorgestellt wurde. Mit dem Trainingszentrum, das eine der Bedingungen für die Erteilung der BBL-Lizenz ist, werden die Veilchen auf absehbare Zeit ganz weit vorn sein. Solche Möglichkeiten haben derzeit wohl selbst Meister Brose Bamberg oder Bayern München nicht.

Quantensprung für die Veilchen

„Das ist eine große Verbesserung für uns. Auf längere Zeit werden wir große Vorteile haben“, ist Roijakkers happy, der lieber heute als morgen in der neuen Zwei-Feld-Halle trainieren lassen würde, die auch den Jugend-Teams (NBBL und JBBL) für Spiele zur Verfügung steht – dann mit um 90 Grad gedrehtem Spielfeld. „Ein Quantensprung für die BG“, sagt der zurzeit verletzte BGer Andrej Mangold. Roijakkers weiter: „Wir werden dadurch auch weniger Verletzungen haben, weil wir immer auf dem selben Boden wie in der S-Arena trainieren können. Und wir können auch besser regenerieren.“ Damit meint der Veilchen-Trainer das ins Hallenprojekt „eingearbeitete“ Rehazentrum Junge an, das auf 600 qm Untermieter der BG sein wird, die wiederum Mieter bei der GöSF sein wird.

So werden auch Roijakkers’ Klagen über die Trainings-Situation verstummen. Erst vor vier Wochen war der Niederländer sauer, dass in der FKG2-Halle die Dachfenster geöffnet waren. „Das war ja wie im Eiskeller“, schimpfte er, Verletzungen seiner Spieler befürchtend.

Übrigens: Mit dem Bau-Projektleiter des neuen BG-Trainingszentrums, Jos de Backer, konnte sich Roijakkers in seiner Landesprache unterhalten. Die Baufirma Pelikaan kommt aus Holland, und de Backer stammt sogar aus der Nähe von Roijakkers’ Heimatort Deurne (bei Eindhoven). (gsd)

Von Helmut Anschütz

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