Basketball: Frauenbundesliga-Geschäftsführer Achim Barbknecht im HNA-Interview

Frauenbundesliga-Geschäftsführer Achim Barbknecht im HNA-Interview

Strahlende Gesichter: DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht überreicht Göttingens Alissa Pierce den Pokal für den zweiten Platz beim diesjährigen Champions Cup der Basketball-Bundesliga. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Beim „3. Champions Weekend“ der Basketball-Bundesliga der Frauen am vergangenen Wochenende in der Göttinger FKG-Sporthalle war auch DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht anwesend, um unter anderem die Siegerehrung vorzunehmen. Das Finale gewann der amtierende deutsche Vizemeister Rutronik Stars Keltern gegen Aufsteiger BG 74 Veilchen Ladies. Die HNA nutzte die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Barbknecht.

Waren Sie mit der Organisation des Veranstalters BG 74 Veilchen Ladies zufrieden?

Achim Barbknecht: Die Organisation war definitiv in Ordnung. Was uns allerdings einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war das gute Wetter am Samstag, was uns doch den einen oder anderen Zuschauer gekostet hat. Alle Spiele waren äußerst spannend. Das ist ein schöner Saisoneinstieg für uns.

Warum haben Sie sich in diesem Jahr für Göttingen als Austragungsort entschieden?

Barbknecht: Wir geben gern einem der Aufsteiger die Möglichkeit, dass man dem Publikum das eigene Team vorstellen und noch drei weitere Topteams präsentieren kann. Da Heidelberg an diesem Wochenende keine Halle zur Verfügung hatte, war die Auswahl nun auch für uns nicht sehr schwer.

Einmalig ist, dass Göttingen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen mit einer Bundesligamannschaft vertreten ist.

Barbknecht: Wir freuen uns primär, dass die Göttinger Frauen wieder aufgestiegen sind. Dass widerlegt die Kritiker, die meinen, dass erstklassige Frauen- und Männer-Basketballteams in einer Stadt nicht möglich seien. Nach der neunjährigen Abstinenz eines Bundesliga-Teams der Frauen in Göttingen freuen wir uns, dass die BG 74 wieder aufgestiegen ist.

Wie war das Niveau dieses diesjährigen Champion Cups?

Barbknecht: Kurz vor Saisonbeginn ist es für die Trainer gut, noch einmal einiges ausprobieren zu können. Für uns ist es gut zu sehen, dass die beiden Aufsteiger das Niveau für die erste Liga mitbringen.

Die BG 74 hat eine sehr dünne Spielerdecke mit lediglich zehn Spielerinnen. Reicht das für die erste Liga?

Barbknecht: Diese Frage sollten Sie vielleicht eher den Verantwortlichen stellen. Das kann, muss aber nicht immer funktionieren. Es ist auch davon abhängig, ob man vom Verletzungspech verschont bleibt.

Bei Wasserburg spielen neun Spielerinnen aus neun verschiedenen Nationen mit. Ist das nicht mit Blick auf das Nationalteam etwas ungesund?

Barbknecht: Darüber kann man trefflich streiten. Zum einen können sich zwar unsere Nachwuchsspielerinnen an starken Spielerinnen aus dem Ausland orientieren. Zum anderen haben wir aber keine Möglichkeit, dort reglementierend einzugreifen. Wir müssen differenzieren zwischen EU- und Nicht-EU-Spielerinnen. Es könnten sogar fünf Spanierinnen spielen. Wir hatten mal eine Deutschenquote, die uns aber rechtlich gekippt wurde. In der ersten Liga dürfen nicht mehr als drei Nicht-EU-Spielerinnen spielen. (gsd)

Von Walter Gleitze

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