Basketball-Bundesliga: BG Göttingen siegt in Bremerhaven für das Selbstbewusstsein

Nicht schön, aber erfolgreich

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Ragte mit 19 Punkten wieder heraus: Göttingens Anführer Alex Ruoff (links) im Duell Bremerhavens Quincy Diggs.  

Bremerhaven. „Nicht schön, aber erfolgreich!“ Malte Schwarz brachte den 77:68-Sieg der BG Göttingen am vergangenen Freitagabend auf den kurzen und am besten zutreffenden Nenner.

Der dritte Auswärtssieg der Saison war sicher kein Glanzstück, aber enorm wichtig für die Köpfe der Veilchen-Akteure und deren Selbstbewusstsein nach zuvor fünf Pleiten am Stück.
Zudem ist die Partie in der Bremerhavener Stadthalle, in der den Gastgebern ihr Ex-BGer Harper Kamp (Außenbandriss) und Ivan Elliott (Grippe) fehlte, im Kontext des Spielplans zu sehen. Mit Alba Berlin und Bayreuth folgen jetzt die nächsten beiden Hochkaräter zuhause, in denen es außerordentlich schwierig wird zu punkten. Insofern war der Erfolg an der Küste auch wichtig für die Stimmung.

Eisbären ohne Ex-BGer Kamp

„Es war ein schweres Spiel“, fasste BG-Coach Johan Roijakkers zusammen. „Bei Bremerhaven waren Kamp und Elliott nicht dabei, das hat es für uns nur schwerer gemacht.“ Die anderen Eisbären mussten so noch eine Schippe drauflegen, wollte Roijakkers damit ausdrücken. Vor allem Waverly Austin tat dies eindrucksvoll, der stämmige Big Man der Bremerhavener kam so auf für ihn ungewöhnlich viele 24 Punkte. Dafür ließ die BG aber Bremerhavens Eckpfeiler Quincy Diggs und Jordan Hulls nur wenig zur Geltung kommen.

Nach einem weitestgehend ausgeglichenen Anfangsviertel zogen die Veilchen im zweiten Abschnitt auf 39:29 weg, doch der schöne Vorsprung war schnell dahin, als Andersons Dreier die Eisbären auf 38:39 heranbrachte. Die Veilchen wankten, doch diesmal fielen sie nicht um im Gegensatz zum Jena-Spiel eine Woche zuvor. „Wir hatten viele Spieler in der Rotation, das hat uns geholfen“, kommentierte Roijakkers, der zudem auf die große Stärke der BG in dieser Saison verwies: Die BG bleibt die beste BBL-Mannschaft bei den Offensiv-Rebounds. In Bremerhaven holte sie 18 (plus 22 in der Defense), Center Scott Eatherton allein wieder sieben davon, was ihm insgesamt wieder ein „Double-Double“ einbrachte: 14 Punkte, 10 Rebounds. Insgesamt gewann die BG das Rebound-Duell als Auswärts-Team mit 40:30.

Im dritten Viertel waren die Göttinger erneut auf zwölf Punkte (62:50) enteilt, hatten die zum Ende hin aufgrund von unzähligen Schrittfehlern und Offensiv-Fouls auf beiden Seiten immer wilder werdende Partie aber im Griff – selbst als die Eisbären in der Schlussphase auf fünf Zähler (68:73) herangekommen waren.

Wichtig für Kopf

„Nach fünf Niederlagen musst du so ein Spiel erst einmal über die Bühne bringen“, meinte BG-Kapitän Dominik Spohr. „Ein wichtiger Sieg, vor allem für den Kopf.“ Pech nur für Mathis Mönninghoff: Bei der letzten Aktion des Spiels, einem Dreier, landete er auf einem Bremerhavener Fuß und verzichtete mit schmerzverzerrtem Gesicht sogar auf die Sieges-Humba vor den 25 mitgereisten Fans neben der Göttinger Spielerbank. „Gute Besserung“, wünschte auch Eisbären-Coach Sebastian Machowski. „Auch wir hätten unsere Niederlagen-Serie natürlich gern beendet. Am Ende war der Göttinger Sieg aber verdient.“

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