Basketball-Bundesliga: Coach Patrick passte Einstellung einiger Spieler gegen Trier nicht

Nicht schön, aber siegreich

Kampf und Krampf – das waren die Kennzeichen der BG-Partie gegen Trier. Hier hechtet der diesmal schwache Göttinger Point Guard Trent Meacham (l.) dem Ball hinterher, während sich TBB-Spielmacher Barry Stewart mit den Händen abzustützen versucht. Foto: Jelinek

Göttingen. Zwei schwache Spiele der BG Göttingen, dennoch beide gewonnen: 67:46 gegen den Mitteldeutschen BC und vorgestern nun 65:53 gegen die TBB Trier. Der positive Aspekt dabei ist, dass die Mannschaft von John Patrick, der vom „hässlichsten Spiel“ seiner Trainerkarriere nach dem Trierer Spiel sprach, auf den siebten Tabellenplatz vorgerückt ist. Negativ jedoch, dass sich die Veilchen mit solchen Spielen keine weiteren Freunde machen.

2373 Zuschauer am Dienstag gegen Trier waren denn auch Negativrekord in den bisherigen Bundesliga-Partien der BG. Sicherlich spielte auch eine Rolle, dass viele Sponsoren den Sparkassen-Empfang in der Stadthalle vorzogen.

Doch das Spiel gegen Trier, wie auch schon gegen den MBC, machte deutlich, dass den Göttingern so ein wenig die Souveränität abhanden gekommen zu sein scheint. So passte Patrick die Einstellung einiger Spieler überhaupt nicht. Nach achttägiger Pause hatte sich der BG-Coach auch einen anderen Start gewünscht als ein 0:11 nach knapp sieben Minuten.

Was ist jetzt mit Meeks?

„Es war keine Werbung für den Basketball“, monierte Patrick unter anderem auch die vielen unnötigen Ballverluste (16) gegen einen Gegner, der es den Veilchen letztlich sehr leicht machte. Gar von einer „schlaffen Mannschaft“ sprach er und meinte damit sein Team. „Erst Michael Meeks gab den Impuls von der Bank, den auch die Fans gegeben haben“, so Patrick.

Apropos Meeks: Während Geschäftsführer Marc Franz noch vor dem Spiel sagte, es gäbe wohl keine Probleme hinsichtlich der Vertragsverlängerung von Meeks, so zeigten sich Patrick und Meeks eher überrascht, dass der am Sonntag auslaufende Vertrag nun endgültig verlängert werden soll.

Mit dem Abstand von einem Tag sah Patricks Analyse des 65:53 gegen Trier gar nicht mehr so schlecht aus. „In den ersten sieben Minuten und den letzten zwei Spielminuten hat Trier 21 Punkte gemacht und wir zwei Punkte. Dazwischen haben wir also 63:32 gewonnen in 30 Minuten. Damit kann ich durchaus zufrieden sein“, meinte Patrick.

Erfreulich bei der BG wenigstens die Leistungen von Mike Scott und Louis Dale, die für diesmal andere indisponierte Kollegen in die Bresche sprangen. An Trent Meacham lief die Partie völlig vorbei, Adam Waleskowski agierte wieder einmal ohne Selbstbewusstsein, während Robert Kulawick seine Dreier nicht traf und John Little teils übermotiviert schien.

Schneller Rhythmus nötig?

Vielleicht aber braucht die BG auch wieder den schnellen Spielrhythmus mit den Euro-Auftritten: Bitte schön: Samstag steigt erst das vorgezogene TV-Spiel in Quakenbrück (20 Uhr, live auf Sport1), nächsten Dienstag kommt Le Mans (Frankreich). Da bleibt nicht viel Zeit zum Nachdenken, was manchmal auch Vorteile haben kann. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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