Basketball-EuroChallenge: BG Göttingen heute im letzten Auswärtsspiel in Holland

Nicht schon wieder Leiden

Schöne Aktion aus dem Hinspiel: Göttingens „Maskenmann“ Max Weber (am Ball) kurvt um Leidens Patrick Hillimann herum. Foto: Jelinek

Göttingen. Gibt es in den Niederlanden für die BG Göttingen einen Tag nach Nikolaus wieder die Rute oder liegt heute Abend vielleicht doch mal wieder ein Leckerli in Form eines Sieges im (Basketball-)Schuh?

Um kurz vor 22 Uhr wissen alle, die um das Bundesliga-Schlusslicht mitzittern, nach dem EuroChallenge-Spiel bei ZZ Leiden mehr. Dann ist der vorerst letzte internationale Auswärts-Auftritt einer Göttinger Basketball-Mannschaft vorbei, denn in der kommenden Saison werden die Veilchen auf europäischer Ebene nicht mehr dabei sein.

Müssen die BGer heute in Leiden erneut leiden? Klar, ohne Sieg wollen die Göttinger ihre dritte internationale Saison nicht abschließen. Die letzte Gelegenheit bietet sich ihnen am 13. Dezember gegen Besiktas Istanbul in der Lokhalle.

Doch die Partie in der holländischen Uni-Stadt (118 000 Einwohner) ist für die Südniedersachsen aus einem anderen Grund von Bedeutung. „Das Gefühl des Gewinnens ist wichtig“, sagt Sportdirektor Jan Schiecke auch schon im Hinblick auf die Bundesliga-Partie am Samstag gegen Tübingen (Lokhalle). Schiecke: „Jedes Spiel ist jetzt wichtig und ein ,must-win-Spiel‘.“

Neue sollen sich einspielen

In Leiden geht es für die Neuzugänge Matt Bauscher und Jerel Allen darum, sich weiter in die Mannschaft zu integrieren. „Wir müssen die Team-Chemie noch verbessern“, sagt Schiecke. Dafür, dass das neue BG-Duo teilweise bis zu einem halben Jahr Wettkampfpause gehabt habe, sei der erste Auftritt bei der Niederlage in Bayreuth vielversprechend gewesen, so der BG-Sportdirektor. Bauscher stand fast 30 Minuten auf dem Parkett, Allen gut eine Viertelstunde. „Für die ersten drei Tage bei uns haben die beiden gute Ansätze gezeigt“, sagt Schiecke.

Gelohnt hat sich offenkundig schon die Nachverpflichtung von Sean Evans. Die 115-Kilo-Kante bringt Power und Druck ins BG-Team, das bisher mehr aus „Spargeltarzans“ besteht. Ein „Double-Double“ mit 15 Punkten und starken 15 Rebounds des US-Boys in Bayreuth dokumentieren, woran es den Veilchen zu lange gefehlt hat. Die 15 gefischten Abpraller von Evans (Schnitt bisher: 12,7 Punkte, 8 Rebounds pro Spiel) waren Spieltags-Bestmarke in der 1. Liga.

Wieder ohne Ahelegbe

Auch für Mienack-Nachfolger Michael Meeks, der trotz fehlender A-Lizenz ein Jahr lang in der Bundesliga coachen darf, geht es in Leiden darum, in seinen neuen Job hineinzuwachsen. An seiner Seite hat er den Kroaten Danijel Jusup (50) als Berater, der aber nur vorübergehend und nicht die Rest-Saison da sein wird. Unter Jusup wurde Meeks 2006 als Spieler mit KK Zadar Meister der Adria-Liga.

Nachdem Spielmacher Kwadzo Ahelegbe in Bayreuth als achter und damit überzähliger Ausländer nicht mit dabei war, verzichteten Meeks und Jusup bei der Abfahrt gestern erneut auf den Spielmacher.

Bereits gestern kam Besiktas Istanbul in der zweiten Partie des 5. Spieltages zu einem 77:75 bei Armia Tiflis. Das bedeutet, dass sich Leiden heute noch mehr reinhängt. Mit einem Sieg gegen die BG und einem weiteren Erfolg am letzten Spieltag gegen Tiflis können die Holländer die Georgier noch von Platz zwei der Gruppe B verdrängen und in die EuroChallenge-Zwischenrunde einziehen. (haz/gsd)

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