Basketball-Bundesliga: Jacobson zurück, Frazier vor Comeback, Oliver wieder stark

Niederlage als Mutmacher

Ben is back! Fünf Spiele musste Ben Jacobson (am Ball gegen Oldenburgs Rickey Paulding) wegen seiner Bandscheiben-Problematik pausieren. Nach 3:17 Minuten schickte ihn Coach Patrick gegen die EWE Baskets erstmals wieder aufs Spielfeld. Foto: Jelinek

Göttingen. Exakt 3:17 Minuten waren gespielt, da brach Riesenjubel auf den mit 3078 Zuschauern gefüllten Rängen der Lokhalle aus. Ben Jacobson, Spielmacher der BG Göttingen, betrat gegen den amtierenden deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg im Nachholspiel des 24. Spieltages der Basketball-Bundesliga erstmals wieder das Parkett. Fünf Spiele zuvor musste er aufgrund eines Bandscheibenvorfalls pausieren. Immerhin spielte Jacobson bereits fast zehn Minuten, was logisch erscheint, ihn noch ein wenig zu schonen.

Vor diesem Hintergrund, dass der Spielmacher wieder zurück ist, fühlte sich die knappe 76:80-Niederlage gegen den Tabellenzweiten wie ein Sieg an. Dies indes auch noch aus anderen Gründen.

Patrick Trainer des Jahres

Konnte BG-Trainer John Patrick, bereits zum zweiten Mal von der BBL zum „Trainer des Jahres“ mit großem Vorsprung vor seinem Bonner Kollegen Michael Koch gewählt (siehe auch Hauptsport), mit Chris Oliver beim TOP Four-Turnier am vergangenen Wochenende in Frankfurt vor allem im Halbfinale gegen Bamberg nicht zufrieden sein, so zeigte der Flügelspieler gegen Oldenburg wieder aufsteigende Tendenz. Er war nicht nur Topscorer seiner Mannschaft mit 18 Punkten, er angelte sich mit sieben die meisten Rebounds aller BG-Spieler.

Und noch eine Tatsache mit Blick auf die kommenden schweren Aufgaben der Veilchen macht Hoffnung. Defensivspezialist Chester Frazier ziert kein Gips mehr an seiner linken Hand. Lediglich eine Manschette trägt der „Terrier“ an seiner nach einem Bruch operierten Hand. Inzwischen befindet sich Frazier im Rahmen seiner Möglichkeiten wieder im Training. Der Mann ist heiß und es steht zu erwarten, dass er sein Comeback spätestens am 30. April im Halbfinale der EuroChallenge gegen Roanne (Frankreich) in der Lokhalle feiert.

Zumal für Dwayne Anderson, ein weiterer Spieler aus der Startformation, die Saison nach seiner Knieoperation gelaufen ist. Auch Taj Finger befindet sich nach seiner Schulterluxation noch immer in der Reha.

15 Dreier der Oldenburger

Umso bemerkenswerter, mit welchem Kraftaufwand bei erneut kleiner Rotation die Veilchen den Meister in der Schlussphase am Rande einer Niederlage hatten. In einer Längeneinheit ausgedrückt, handelte es sich nur um Millimeter, die den Göttingern fehlten, um die bisher blütenweiße Heimweste zu behalten. Zwischenzeitliche 22 Punkte Rückstand (25:47) holten sie in einer atemberaubenden Aufholjagd gegen die Oldenburger auf, das Finale furioso, was sie sich zweifellos verdient gehabt hätten, blieb ihnen auch aufgrund von 15(!) erfolgreichen Dreipunktewürfen der Baskets verwehrt. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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