Niederlage in Oldenburg macht der BG trotzdem Hoffnung

Auszeit: Göttingens Trainer Johan Roijakkers bespricht mit (von links) Dominik Spohr, Malte Schwarz, Mathis Mönninghoff und Ruben Boykin die Taktik. Foto: Jelinek/gsd

Oldenburg/Göttingen. Kann man aus einer Niederlage mit 13 Punkten Unterschied etwas Positives ziehen? Doch, durchaus! Die BG Göttingen hat sich am frühen Freitagabend trotz des 72:85 bei den EWE Baskets Oldenburg gut verkauft.

Allgemeiner Tenor: Bei einem Top-4-Team der Basketball-Bundesliga und einer Eurocup-Mannschaft, die die Runde der letzten 32 erreicht hat, kann und darf man verlieren. Dieses Spiel macht Hoffnung, dass es mit Rückkehrer Khalid El-Amin weiter aufwärts gehen kann. Und dieses Spiel macht Hoffnung für das schon wieder eminent wichtige Match am Mittwoch (18.30 Uhr) in der Lokhalle gegen Abstiegs-Mitkonkurrent Bremerhaven.

„Ich bin sehr sicher nicht unzufrieden“, meinte BG-Coach Johan Roijakkers in seinem liebenswerten Holland-Deutsch. „Wir hatten aber viele kleine Fehler. Wir waren immer da, aber doch nicht ganz richtig.“ Roijakkers‘ Statement konnte man auch auf das Ergebnis münzen. Mehrfach waren die Veilchen in Schlagdistanz zu den von sechs Spielen in 13 Tagen gestressten Oldenburgern, doch die ein, zwei konzentrierten Aktionen, um eine eventuelle Wende herbeizuführen, fehlten eben.

Dennoch sprach der BG-Coach von einem „großen Schritt“, den sein Team gemacht habe. Erneut auch mit El-Amin, der bei seinem zweiten Einsatz sein erstes „Double-Double“ mit 14 Punkten und starken zehn Assists beisteuerte. „Er bedeutet mehr als die Statistiken“, strich Roijakkers El-Amins Gesamt-Bedeutung für die BG heraus.

„Wir sind von einem Eurocup-Team bestraft worden“, kommentierte Robert Kulawick den Auftritt in der schmucken, großen EWE-Arena. „So ein Spiel könnten wir auch mal klauen, aber wir haben immer einen Hänger drin“, meinte „Kulle“ weiter, während BG-Neuzugang Terrell Everett im Kabinengang auf seinen Quakenbrücker Ex-Coach Tyron McCoy traf. Kulawick weiter: „Wir müssen noch aggressiver, noch konzentrierter sein, noch mehr rennen, noch mehr den Ball kontrollieren.“

„Wir haben uns immer rangekämpft, aber es hat leider nicht gereicht. Die Rebounds waren unser großes Problem - gerade zum Schluss des Spiels“, fand Dominik Spohr. „Oldenburgs große Rotation hat uns überrascht.“ Dabei stand den Baskets Center Aleksandrov nicht zur Verfügung. Dafür kam bei Oldenburg mit Philipp Schwethelm ein Spieler „aus dem Gebüsch“, der sonst eher zur zweiten Reihe gehört. Vier Dreier, 17 Zähler – eine prima Bilanz für den „Shooter“.

„Schade, eigentlich haben wir ganz gut gespielt“, sagte Mathis Mönninghoff. „Wir waren öfters auf sechs, acht Punkte heran, aber nicht genug auf drei oder vier.“

Oldenburg mit Herz

„Göttingen hat uns alles abverlangt“, lobte Baskets-Coach Mladen Drijenic die BGer. „Wir hatten mehr gute als schlechte Phasen und haben Herz in der Verteidigung gezeigt.“

„Das sind aber nicht die Spiele, die wir gewinnen müssen“, verdeutlichte Trainer Roijakkers abschließend. Das Spiel am Mittwoch gegen Bremerhaven aber schon. (gsd)

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