Basketball-Bundesliga: Veilchen heute gegen Quakenbrück / Wiedersehen mit Lee

Noch eine Rechnung offen

Umzingelt: Im Hinspiel wird Artlands Charles Lee von den Göttingern Dwayne Anderson (li.), Jason Boone und John Little (re.) hart bedrängt. Foto: zje

göttingen. Nur 43,5 Stunden nach dem Silvester-Feuerwerk gibt es im Göttinger Sport gleich den ersten „Kracher“ des neuen Jahres. Ab 19.30 Uhr gastieren die Artland Dragons aus Quakenbrück in der Lokhalle bei der MEG Göttingen. Für die Veilchen der Auftakt zu einem erneuten Stress-Monat: Mindestens acht Pflichtspiele haben sie im Januar zu bestreiten – wenn sie in die Zwischenrunde der „EuroChallenge“ einziehen, wozu in zwei Spielen noch ein Sieg nötig ist, sogar neun.

Bevor es international am kommenden Dienstag mit dem letzten EuroChallenge-Auswärtsmatch der Gruppe A bei BCM Gravelines Dünkirchen weitergeht, steht aber erst einmal das erste Rückrundenspiel in der Bundesliga auf dem Programm. Und dabei haben die Veilchen, die auf eine erstmals ausverkaufte Lokhalle hoffen dürfen, gegen die Quakenbrücker noch eine Rechnung offen. Die Saisonpremiere ging in der Artland-Arena seinerzeit knapp mit 73:75 verloren. Das wurmt alle Göttinger Fans noch heute.

Spielmacher Ross ausschalten

Einen weiteren Reiz bezieht das Niedersachsen-Derby auch daraus, dass Charles Lee mit den Drachen nach Göttingen zurückkommt. Nach wie vor hat er guten Kontakt zu seinem Ex-Team. Viele meinen sogar, er habe den Wechsel nach Quakenbrück, das die Gruppe G in der EuroChallenge anführt, bereits bereut. Auf alle Fälle hat Lee im Artland nicht das „standing“, das er in Göttingen hatte.

Mit Fenn, Hall, Peavy und Prewitt hat Quakenbrück gute Spieler unter den Körben. Entscheidend dürfte heute jedoch sein, ob die Göttinger Spielmacher Ronald Ross besser in den Griff bekommen als im Hinspiel. Auch den Deutschen Alexander Seggelke müssen die Veilchen erfolgreicher in seinem Wirkungskreis beschneiden.

Die einwöchige Pause nach dem Sensations-Triumph bei Alba Berlin hat dem Patrick-Team gut getan. Bei Chat Frazier klangen die Fußbeschwerden zumindest etwas ab, Ben Jacobson konnte seine Grippe-Nachwirkungen auskurieren.

Schwierige Pokal-Qualifikation

Immer mehr in den Fokus rückt bei den Veilchen, die eine Kartenkombination für die Spiele gegen Düsseldorf und Berlin anbieten, auch der Pokalwettbewerb. Obwohl Quakenbrück schon das erste Rückrundenspiel ist, stehen für Göttingen noch drei Hinrundenpartien in Ludwigsburg und Oldenburg sowie gegen Düsseldorf aus, die zur Ermittlung der Teilnehmer herangezogen werden. Wenn alle Erstligisten am 22. Januar 17 Vorrunden-Spiele absolviert haben (die unterdessen absolvierten Rückrundenspiele werden aus der Tabelle herausgerechnet), stehen die ersten sechs Team für die Pokalendrunde in Frankfurt (10./11. April) fest. Sind die Hessen unter den ersten Sechs (wie derzeit), reicht sogar Platz sieben zur Teilnahme.

So ist für die Veilchen das heutige Dragons-Spiel insgesamt wichtig – noch wichtiger sind aber für den Pokal die aus der Vorrunde ausstehenden Partien. Möglich, dass ein Heimsieg gegen Düsseldorf und bei Niederlagen in Ludwigsburg und Oldenburg je ein Punkt schon zur Qualifikation reicht. Zwei Punkte in Schwaben und/oder beim Meister verbessern aber die Göttinger Chancen auf die Teilnahme an der Pokalendrunde weiter. (haz/gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.