Basketball: BG Göttingen startet mit zwei Niederlagen gegen Bundesligisten in Testserie

Noch läuft nicht alles rund

Alt und neu: BG-Neuzugang Jermaine Mallett (r.) zieht mit dem Ball in der linken Hand zum Korb, Würzburgs Ex-BGer John Little versucht zu blocken. Foto: Jelinek

Göttingen. Mit zwei Niederlagen gegen Bundesligisten startete Basketball-Zweitligist BG Göttingen in seine acht Spiele umfassende Serie an Vorbereitungsspielen. Gegen die MHP Riesen Ludwigsburg setzte es am Samstag eine knappe 91:98-Schlappe in der S-Arena. Am Sonntag folgte dann gegen die s.oliver Baskets eine deutlichere 66:86-Niederlage.

Überraschend viele Fans (991 gegen die Schwaben, gestern 1246 gegen die Mainfranken) sahen zwei verschiedene Leistungen der Veilchen – allerdings auch gegen verschieden starke Gegner. „Wir können besser spielen“, meinte BG-Coach Johan Roijakkers gestern nach dem Sonntagabend. „Wir haben aber noch viel Arbeit. Jetzt müssen wir noch Harper Kamp in unser System integrieren.“ Der neue Center der BG soll heute in Göttingen eintreffen. Erster Einsatz am nächsten Wochenende beim Turnier in Hagen.

Erstligist Würzburg zeigte den BGern gestern alsbald die Grenzen auf. Die Ex-Göttinger Jason Boone, Chris McNaughton, John Little und Co-Trainer Michael Meeks wurden zwar freundlich begrüßt, doch dann kannten sie kaum noch Erbarmen mit der BG. Würzburg spielte weitaus intensiver als Ludwigsburg tags zuvor und warf schnell einen Vorsprung von 10 bis 20 Punkten heraus. Und mehr als auf zehn Zähler konnte die BG auch nicht verkürzen. Auffällig: Die BG kreierte zwar viele freie Würfe, hatte aber auch nur wenig Glück bei Dreiern (nur 9 von 35 = 26 Prozent). Dyricus Edwards verletzte sich an der linken Schulter.

Kaum ein Klassenunterschied

Im ersten Test am Samstag waren die ersten Ansätze vielversprechend. Gegen Ludwigsburg, das nur aufgrund einer Wildcard in der Bundesliga blieb, gab es zwar eine 91:98 (44:49)-Niederlage. Doch die 991 Zuschauer sahen, über weite Strecken kaum einen Klassenunterschied. „Jeder meiner Spieler hatte gute Momente. Es geht darum, dass sie sich in solchen Spielen besser kennenlernen, Kondition bekommen, da ist das Ergebnis völlig unwichtig“, meinte BG-Trainer Roijakkers. BG-Urgestein Marko Grimaldi warf die ersten beiden Punkte.

Überhaupt starteten die Gastgeber sehr stark, gewannen das erste Viertel gar mit 32:26-Punkten. Da staunte auch Ludwigsburgs Trainer John Patrick, der die BG 2007 ins Basketball-Oberhaus geführt hatte und von den BG-Fans begeistert empfangen wurde, nicht schlecht. „Es war für uns ein Supertest gegen einen ganz starken Gegner, der uns alles abverlangt hat“, zeigte Patrick durchaus Respekt vor der Leistung des neu formierten BG-Teams, bei der aus der vergangenen Saison Grimaldi, Bobby Davis und der aber noch verletzte Nick Livas übrig geblieben sind.

Auffällig bei den Veilchen, vor allem jenseits der 6,75 m-Linie zu punkten. Von dort tat sich Jeremy Dunbar hervor, der nicht nur vier von sechs Dreiern einlochte, sondern mit 22 Punkten bester BG-Werfer war. Stark als Spielmacher Dyricus Edwards, der in 20 Minuten nicht einen Ballverlust hatte, ganz sicher die Bälle nach vorn dribbelte, häufig erfolgreich in die gegnerische Zone zog und mit 17 Punkten zweitbester Punktesammler der BG war.

Als im letzten Viertel die Kräfte bei der BG nachließ, kamen die Ludwigsburger noch zu einem erwarteten, jedoch knappen Sieg. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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