Basketball-Bundesliga: 15 Akteure in Braunschweig / NBA-Profi in Oldenburg / Neue Führung in Quakenbrück

Norddeutsche Vereine bauen um

Hannover. Die ersten Spieler der BG Göttingen haben bereits mit dem Individualtraining begonnen. Am kommenden Montag starten die Veilchen offiziell in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Basketball-Bundesliga, für die sich auch die vier norddeutschen Konkurrenten gewappnet haben. Denn eines ist klar: Alle Nordklubs wollen wieder in die Playoffs.

Gleich 15 Profis konnte Sebastian Machowski zum Trainingsstart seiner New Yorker Phantoms Braunschweig begrüßen. Der Phantoms-Coach setzt auf einen großen Kader mit namhaften Spielern. Der Wechsel von Immanuel McElroy vom Ex-Meister ALBA Berlin nach Braunschweig gilt als Transfercoup. Um den Defensiv-Spezialisten hatten sich viele Klubs bemüht. Der 31-Jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei den Phantoms, die vorige Spielzeit knapp im Playoff-Viertelfinale an den Artland Dragons gescheitert waren. „Jede Saison soll möglichst noch besser werden als die zuvor“, formulierte der ehemalige serbische Nationalspieler Branko Jorovic das ambitionierte Saisonziel seines Teams, das sich auch mit dem Ex-Göttinger Robert Kulawick verstärkte.

Die Eisbären Bremerhaven wollen es nach den mehreren missglückten Wechseln in der abgelaufenen Saison auf dem Transfermarkt etwas ruhiger angehen lassen. Die neue „Kontinuität auf den Schlüsselpositionen“, die Manager Jan Rathjen angekündigt hat, gilt vor allem für Spielmacher Jamison Brewer, der einen neuen Vertrag erhielt. Neue Profis gibt es trotzdem, vor allem bei der Konkurrenz in Niedersachsen haben die Eisbären genau hingeschaut und Chris McNaughton aus Oldenburg, Jermain Raffington aus Göttingen sowie Jason Cain aus Braunschweig geholt. Traurig sind sie in Bremerhaven allerdings über den Verlust von Nationalspieler Philipp Schwethelm.

In Quakenbrück beginnt dagegen eine ganz neue Zeitrechnung. Drei Jahre nach Trainer Chris Fleming verlässt mit Manager Marko Beens auch der zweite Macher des kleinen Basketball-Wunders im Artland den Verein. Beens war 2002 zu den Artland Dragons gekommen, feierte ein Jahr später mit Fleming den Aufstieg und macht nun Platz für den neuen Geschäftsführer Alexander Meilwes. Beens war aber mit dem derzeitigen Trainer Stefan Koch noch für die Zusammenstellung des neuen Kaders zuständig und soll noch einen weiteren Profi verpflichten. Der Stamm des Dragons-Kaders um Dauerbrenner Darren Fenn ist im Artland geblieben.

Rückkehr in die Bundesliga

Die EWE Baskets Oldenburger überraschten die Liga mit der Verpflichtung von Bobby Brown. Der US-Aufbauspieler hat immerhin zwei Jahren in der NBA gespielt, kehrt nun in die Bundesliga zurück und steht für die Ambitionen der Baskets. Nach zwei enttäuschenden Jahren will der Meister von 2009 wieder angreifen und setzte mit der Verpflichtung des 26-Jährigen Ex-Berliners ein Zeichen. Bundesliga-Erfahrung war auch bei den anderen neuen Spielern ein wichtiges Kriterium, etwa bei Flügelspieler Ronnie Burrell. Eine weitere Überraschung gelang den Baskets mit dem Transfer von Milan Majstorovic, der vor zwei Jahren zum Meister-Team gehörte. (dpa/rwx)

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