Nur 85:88 im zweiten Viertelfinale gegen Alba Berlin: BG Göttingen raus mit Applaus

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Voller Einsatz: Berlins Litauer Rokas Giedraitis (links) windet sich an Göttingens Amerikaner Alex Ruoff vorbei Richtung BG-Korb. Der Albatross erzielte acht Punkte, Ruoff kam auf vier Zähler. 

Raus mit dickem Applaus – das war das Fazit des letzten Spiels der BG Göttingen beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga in München. Genau zwei Wochen nach dem Eröffnungs-Match und dem einzigen Sieg gegen Crailsheim verloren die Veilchen das zweite Viertelfinale gegen Alba Berlin nur mit 85:88 (31:52) und schieden damit aus. Die erste Partie hatte die Mannschaft von Coach Johan Roijakkers mit 68:93 verloren. Mit den letzten Kräften schlugen sich die Veilchen so achtbar wie möglich dank einer starken zweiten Halbzeit.

Die BG begann ihr letztes Turnierspiel mit Hundt, Omuvwie, Ruoff, Mönninghoff und Kramer. Alba-Coach Aito Garcia Reneses ließ Top-Spielmacher Peyton Siva pausieren, ebenso Cavanaugh. Landry Nnoko scorte die ersten Berliner Punkte, Mathis Mönninghoff konterte per Dreier zur ersten und einzigen BG-Führung.

Danach zog Alba auf 13:3 weg, Roijakkers nahm mit zuvor skeptischem Blick die erste Auszeit. „Wir müssen besser auf den Ball aufpassen“, wiederholte der Trainer seinen Appell ans Team, das nach den ersten zehn Minuten schon wieder acht blöde Turnovers auf dem Konto hatte. Nicht zuletzt Spielmacher Bennet Hundt hatte zunächst Probleme mit dem Passspiel. Schön: Terry Allen, zuletzt auf dem Zahnfleisch kriechend, meldete sich mit zwei Dreiern zurück – 16:22 nach zehn Minuten.

In den zweiten war Alba in Trefferlaune, gewann es mit 30:15. Kenny Ogbe netzte einen spektakulären Alley-Oop ein zum 37:23 für das „Heimteam“ Berlin. Eriksson schenkte den Veilchen zwei Dreier ein, die zur Pause mit 31:52 hinten lagen.

Als es im dritten Viertel 58:31 stand für die Hauptstädter, konstatierte MagentaSport-Experte Alex Vogel „monströse Qualitätsunterschiede“. Müssen die BG offenbar irgendwie gehört haben, denn nun besannen sie sich ihrer durchaus vorhandenen Stärken und kamen durch einen 11:0-Lauf auf 42:58 heran. Vor allem Dominic Lockhart verbesserte seinen bisherigen durchwachsenen Eindruck durch beherzte Angriff und Würfe. Auch Hundt steigerte sich total, und auch Holland-Import Jito Kok hatte bei mehreren Dunks gute Szenen - ebenso wie Terry Allen bei seinen Dreiern.

So verschafften sich die Göttinger noch einen sehenswerten Abgang aus dem Turnier. Dass sie den 25-Punkte Rückstand aus dem ersten Spiel nicht aufholen konnten, war eigentlich schon vorher klar. Aber die Veilchen zeigten nochmal Teamgeist, Herz und Leidenschaft. Die Einstellung stimmte kurz vor der Abreise aus München auf jeden Fall nochmal. Und Hundt drehte sogar nochmal fast so auf wie bei der Turnierpremiere gegen Crailsheim mit seinen 30 Zählern. Per Korbleger brachte der kleine Berliner die BG sogar bis auf 83:84 heran. Beim 85:86 hatte die BG sogar nochmal drei Wurf-Möglichkeiten zum Sieg, doch es klappte nicht mehr. Das 85:88 war schließlich aller Ehren wert.

„Wir haben niemals aufgegeben, Herz und Leidenschaft gezeigt“, war Coach Roijakkers zufrieden. Und für Hundt war die knappe Niederlage „wie ein kleiner Sieg“.

BG: Kok 8, Lockhart 19/davon 3 Dreier, Williams, Ruoff 4, Ersek (n.e.), Kramer 6, Omuvwie 6, Andric 5/1, Mönninghoff 3/1, Allen 16/3, Hundt 18/2.

Berlin:Giffey 9/1, Delow, Eriksson 13/3, Mattisseck 3/1, Brenneke, Hermannsson 19, Ogbe 5, Giedraitis 8, Thiemann 3, Nnoko 10, Sikma 10, Peno 8/2.  gsd

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