Basketball-Bundesliga

Nur noch zwei Punkte vor Abstiegsplatz: Alarmstufe lila bei Veilchen

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Einer von drei BG-Spielern mit einem Erstligavertrag für die kommende Saison: Dominic Lockhart (re.), hier im Duell mit Bayreuths Nikolas Raivio.

Göttingen – Groß sprechen wollte er hinterher nicht mehr. In der heißen Phase des Abstiegskampfs in der Basketball-Bundesliga hat sich Johan Roijakkers selbst ein Redeverbot erteilt. Das sei im Moment besser, ehe er etwas Falsches sage. Kein Wunder: Die Nerven bei der BG Göttingen sind sehr angespannt. Alarmstufe lila.

Gründe dafür:

Die fehlende Konstanz

Sie zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison. Beim 88:94 in Bremen gegen Bremerhaven war das erste Viertel (12:30) zum Vergessen. Wie auch gegen Gießen (14:32). Sehr oft ist es das Start-Viertel, das danebengeht. Mehrmals waren es auch die dritten Viertel, in denen wenig ging. 40 gute Minuten am Stück bleiben wohl ein Traum.

Die personelle Lage

Auch hier gibt es (zu) viele Schwankungen. Gegen Bremerhaven waren Darius Carter (68 Sekunden Spielzeit in Halbzeit eins), der wie Dominic Lockhart und Lenny Larysz einen Erstliga-Vertrag für nächste Saison hat, und wieder Penny Williams keine Faktoren. „Wir haben nur mit drei Ausländern gespielt“, stichelte Roijakkers und meinte die starken Stockton, Willis und Andric. Auch Dennis Kramer tritt nach dem Ausfall gegen den MBC wieder besser auf, wurde vom Trainer wie Lockhart und Grüttner gelobt.

Durchhalteparolen

Coach Roijakkers nimmt sein Team per se in Schutz. Was soll er auch anderes machen? Draufhauen? Bringt nichts. Der Niederländer: „Wir sind das einzige Team (von unten, d. Red.) ohne Trainerwechsel und ohne neue Spieler.“ Dafür spiele seine Mannschaft „fantastisch. Toll, wie sie das hinbekommt.“

Die direkten Vergleiche

Durch Chris Warrens Buzzer-beater-Dreier zum 94:88-Endstand ist der direkte Vergleich zwischen der BG und Bremerhaven nach dem 85:79-Hinspielsieg auf den Punkt ausgeglichen. So wird am Ende der Saison das Gesamtkorbverhältnis beider Klubs bei Punktgleichstand entscheiden. Da sind die Veilchen derzeit um 66 Punkte besser als die Eisbären. Gegenüber dem Mitteldeutschen BC (1:1-Siege) hat die BG den besseren Vergleich. Gegenüber Crailsheim (93:80-Hinspielsieg) liegen die Veilchen vorn – am Freitag steigt das „Rückspiel“ bei den Merlins. Gegenüber Schlusslicht Jena (Auswärtsgegner am letzten Spieltag) liegt die BG hinten nach der 81:88-Heimpleite. Schwer vorstellbar, dass Jena die BG in den letzten vier Spielen noch überholt. Es dürfte sehr wahrscheinlich darum gehen, wer den zweiten Abstiegsplatz belegt.

Der Spielplan

Am 1. Mai (15 Uhr) gastiert Ulm in der Göttinger S-Arena. Bereits am Donnerstag wird die BG zum nächsten Abstiegs-Endspiel nach Crailsheim aufbrechen, das nur knapp 52 Stunden später am Freitag (20.30 Uhr) beginnen wird. Stress pur inklusive einer rund 350 km-Anreise.  haz/gsd

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