Basketball-Bundesliga: Neuzugang Horne wirft 28 Punkte beim Göttinger 93:71-Sieg

Paris schlägt Ludwigsburg

„Man of the Match“: Paris Horne nimmt die Huldigungen der Fans genüsslich entgegen. Mit 28 Punkten stach der Hobby-Fechter die Ludwigsburger aus. 2 Fotos: Jelinek

Göttingen. Was war das für eine Heimpremiere! 2714 Zuschauer kamen beim Debüt von Basketball-Bundesligist BG Göttingen in der Sparkassen-Arena gar nicht mehr aus dem Feiern heraus.

93:71 (48:33) gegen EnBW Ludwigsburg - damit machten die Veilchen die 63:107-Demütigung vom vergangenen Dienstag in Bamberg wieder wett. Und schürten die Vorfreude auf den Knaller am kommenden Samstag gegen Aufsteiger FC Bayern München, bei dem schon jetzt alles für ein ausverkauftes neues BG-Domizil (3447 Plätze) spricht.

Nein, mit einer solchen Reaktion dieser fast komplett neu zusammengewürfelten Veilchen konnte nun wirklich niemand rechnen. Umso erfreulicher, dass am Ende sogar ein überzeugender Sieg heraussprang. Nur ein einziges Mal überließen die Gastgebern den Ludwigsburgern die Führung. Das war nach 18 Sekunden, als Jerry Green zum 2:0 traf. Die überhaupt ersten Punkte in der neuen S-Arena erzielte für die BG Paris Horne, der alles überragende Spieler, der nicht nur mit 28 Punkten bester Werfer auf dem Parkett war. Er traf seine Dreier fast traumwandlerisch sicher, sieben von fünf fanden letztlich ihr Ziel.

Und wenn Louis Dale, einzig Übriggebliebener aus der vergangenen Saison, trotz einer Fersenprellung das Vertrauen seines Trainers erhält, dann läuft’s auch beim mit 1,80 m Kleinsten im BG-Team. Dale war für die entscheidenden Dreier in den Phasen, als Ludwigsburg drauf und dran war heranzukommen, zuständig. So unter anderem zum 60:49 oder zum 67:57.

Insgesamt 24 Assists der BG

Die beiden ragten aus einer Mannschaft heraus, die in der Tat als MANNSCHAFT auftrat. Die beiden Deutschen Philip Noch und Max Weber standen in der „starting five“, Weber überragte mit neun Assists, also Anspielen, die zu direkten Punkten führten. Überhaupt Assists: Insgesamt 24 sind ein überragender Wert, der die mannschaftliche Geschlossenheit dokumentierte.

Die aggressive Defensive der Göttinger tat ihr Übriges, um nachhaltig zu unterstreichen: „Wir sind da, mit uns ist auch in dieser Saison zu rechnen!“ Im dritten Viertel hatten die BGer zwar ihren schon obligatorischen Hänger, der aber das Spiel nicht zugunsten der Gäste kippen ließ, zumal die Veilchen am Ende auch eine respektable Wurfquote von 54 Prozent ausweisen konnten.

In einem sehr homogenen Göttinger Team fiel der brasilianische Center Roberto Mafra etwas ab. Er ist noch nicht angekommen in dieser Mannschaft, ihm fehlt das Selbstvertrauen. Viel zu zögerlich und wenig zupackend agierte er. Doch das fiel in der überschäumenden Euphorie nach diesem tollen Sieg nicht so sehr ins Gewicht. (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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