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Paulding-Dreier knickt Göttinger Veilchen 2,4 Sekunden vor Schluss

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Gegen ihn fand die BG kein Mittel: Oldenburgs Max Heidegger (rechts) zieht an Göttingens Nachverpflichtung Nate Grimes (Mitte) und BG-Topscorer Kamar Baldwin vorbei, kam auf starke 32 Punkte.
Gegen ihn fand die BG kein Mittel: Oldenburgs Max Heidegger (rechts) zieht an Göttingens Nachverpflichtung Nate Grimes (Mitte) und BG-Topscorer Kamar Baldwin vorbei, kam auf starke 32 Punkte. ©  IMAGO/nordphoto/Rojahn

Zum vierten Mal in dieser Saison hat Basketball-Bundesligist BG Göttingen in der „Crunch-Time“ verloren. Und zum vierten Mal gab es damit eine Niederlage, die absolut zu vermeiden gewesen wäre.

Oldenburg/Göttingen – 85:86 (42:42) bei den EWE Baskets Oldenburg – das tat im Kampf um die Playoff-Qualifikation weh. Ebenso weh tat der BG, dass für den so gut eingeschlagenen Harald Frey die Partie schon nach 6:10 Minuten zu Ende war.

Der Norweger krachte bei einer Abwehraktion gegen Oldenburgs Michalak böse auf sein Steißbein und konnte trotz aller Versuche von BG-Physio Uwe Klassen, ihn wieder fit zu bekommen, nicht weiterspielen. Ein schmerzhafter Ausfall für die Veilchen, aber keine Entschuldigung für die bittere, unglückliche Pleite, wie auch BG-Coach Roel Moors festhielt. Die Göttinger passten nicht gut genug auf den Ball auf, offenbarten große Lücken in der Abwehr und hatten auch bei den Rebounds das Nachsehen gegen Oldenburger, die nun im Kampf gegen den Abstieg den sechsten Sieg in den vergangenen neun Spielen holten und ihre Serie auf 19:8-Siege gegen Göttingen ausbauten. Und auch Oldenburgs Spielmacher-Irrwisch Max Heidegger (starke 32 Punkte!) konnten sie einfach nicht unter Kontrolle bekommen.

Vom ersten Sieg in Oldenburg seit dem 25. Januar 2015 war die BG nur lächerliche 4,8 Sekunden entfernt. Der schwach gestartete, dann aber umso stärkere Kamar Baldwin, der die Partie nach der Pause zusammen mit dem ebenfalls starken Spielmacher Stephen Brown übernahm, hatte die BG nach dem 83:83-Ausgleich von Kapitän Vargas (nach vorherigem 2:10-Lauf) mit 85:83 in Front gebracht. Doch beim letzten Baskets-Angriff passte die BG nicht auf, ließ Oldenburgs Urgestein Rickey Paulding aus der linken Ecke werfen – und dessen vierter Dreier schlug zum 86:85 für die „Donner-vögel“ im BG-Korb ein. Wer in der Crunch-Time eben einmal so schlecht verteidigt, muss sich nicht wundern, wenn die Punkte doch noch futsch sind! Zum vierten Mal zwei verschenkte Punkte der Veilchen!  (haz/gsd)

Trainer-Stimmen

Göttingens Roel Moors: „Das Spiel hätte auch in die andere Richtung kippen können. Am Ende haben kleine Details Oldenburg den Sieg gebracht. Mein Team hat zu viele Fehler in der Defensive gemacht, insbesondere auch bei den Defensiv-Rebounds. Die Verletzung von Harald Frey hat uns getroffen, aber das kann als Ausrede nicht gelten. Wir hatten die Siegchance, aber haben zu viele Fehler gemacht.“

Oldenburgs Ingo Freyer: „Es war klar, dass das so eng werden würde. Wir wussten aber auch: Wenn wir eng dranbleiben, haben wir die Chance auf den Sieg. Diese beiden Fehler beim Baseline-Einwurf dürfen nicht passieren. Umso schöner ist es, dass Rickey diesen Dreier am Ende getroffen hat. Mit dieser schlechten Dreier-Quote gewinnen wir dennoch, weil wir den Rebound kontrolliert haben. Das war ein ganz, ganz wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.“

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