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Personalprobleme für die BG Göttingen vor dem Bamberg-Spiel

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Von: Helmut Anschütz

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Auf Tuchfühlung: Göttingens Norweger Harald Frey (rechts) attackiert im Hinspiel Bambergs Spencer Reaves.
Auf Tuchfühlung: Göttingens Norweger Harald Frey (rechts) attackiert im Hinspiel Bambergs Spencer Reaves. © Hubert Jelinek/gsd

In Bamberg steht für die BG Göttingen die vierte Auswärtspartie in der Basketball-Bundesliga in Folge an.

Göttingen – Roel Moors klang am Donnerstagnachmittag doch einigermaßen angefasst. „Schwierige Trainingswoche“, fasste der Trainer der BG Göttingen am Telefon kurz zusammen. Was der Belgier damit meinte, sind offenbar doch einige personelle Probleme vor dem Auswärtsspiel in der Basketball-Bundesliga am Sonntag um 18 Uhr bei Brose Bamberg, das kommende Saison wohl nicht mehr so heißen wird.

Zwei, drei oder gar vier Spieler, aus deren Namen Moors natürlich ein Geheimnis machte, seien krank oder verletzt, wodurch sich auch das Training schwierig gestaltete. „Wir waren nur neun oder zehn Spieler statt sonst 13 oder 14“, beschrieb der Veilchen-Coach die vertrackte Situation. „Wir suchen nach Lösungen“, meinte Moors vor dem Auftritt an seiner ehemaligen Wirkungsstätte, was für ihn aber keine Bedeutung mehr hat. Andere Spieler müssten die Absenzen derzeit kompensieren.

Der 95:79-Hinspielsieg der BG gegen Bamberg mit nur sieben Turnovers, aber guten 25 Assists, zudem BG-Kapitän Harper Kamp 26 Zähler und Rayshaun Hammonds 23 beisteuerten, ist kein Maßstab mehr – mit Patrick Miller (inzwischen 16,6 Punkte pro Spiel) und Amir Bell fehlten den Franken zwei Guards. Neu hinzu zum Team von Coach Oren Amiel kam mittlerweile der nachverpflichtete Gerel Simmons (10,6).

Der einstige Franken-Champion, dessen Meisterruhm (neun Titel, sechs Pokalsiege) inzwischen verblasst ist, spielte zuletzt wie auf der Achterbahn: Aufwärts mit vier Siegen in Folge, abwärts zuletzt mit drei Pleiten. Selbstvertrauen holte sich Bamberg am Mittwoch mit dem 89:58-Sieg im Europe Cup gegen Keravnos BC (Zypern).

Sowohl Moors als auch Co-Trainer Olivier Foucart sehen die Bamberger als Team mit vielen Offensiv-Qualitäten, zu denen auch EM-Bronzemedaillengewinner Chris Sengfelder sowie Patrick Heckmann als herausragende deutsche Spieler ihren Teil beisteuern. „Die Bamberger haben viele verschiedene Werkzeuge: Gute Werfer, aggressive und physische Guards, in Sengfelder und Young zwei große Spieler, die das Feld weit machen können“, sagt Foucart, dessen Familie inzwischen nach Göttingen gezogen ist.

Unter dem Namen Brose Bamberg wird die BG zum letzten Mal gegen die Franken antreten. Brose-Chef Michael Stoschek (Autozuliefer--Firma) gibt seine Gesellschafter-Anteile ab. 85 Millionen Euro soll er in den vergangenen Jahren investiert haben. Die Namensrechte werden freigegeben: „Baskets Bamberg“ sei eine Option, heißt es. Bis Mitte Februar soll es neue Gesellschafter geben – wenn nicht, sei es nicht ausgeschlossen, dass Brose auch sein Engagement als Hauptsponsor einstellt, berichtet das Fachblatt „BIG“. Dann drohe sogar das Aus für Profi-Basketball in Bamberg.

Splitter

. Neue Termine. Gegen Ulm spielt die BG am 1. April (Samstag) um 18 Uhr. Gegen Braunschweig am 22. April (Sa.) um 20.30 Uhr. Gegen München am 30. April (So.) um 18 Uhr. Gegen Frankfurt am 7. Mai (So.) um 15 Uhr.

. Reduzierte Preise. Mit dem Kauf einer Rückrunden-Dauerkarte und dem Osterfeien-Paket können BG-Fans sparen. Bei der Dauerkarte müssen nur sieben der neun Heimspiele bezahlt werden. Das Osterferien-Paket umfasst die Heimspiele gegen Ulm, Hamburg und Oldenburg und damit drei Partien zum Preis von zweien.

. Neuer Bayreuth-Trainer. Der abstiegsbedrohte Bundesligist medi Bayreuth hat den Trainer gewechselt. Mladen Drijencic übernimmt ab sofort anstatt des bisherigen Cheftrainers Lars Masell die Übungsleitung. Der 57-Jährige, der in der BBL zuvor sieben Jahre lange bei den EWE Baskets Oldenburg an der Seitenlinie gestanden hatte, erhält einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison.

. Mittwoch-Spiel. Frankfurt Skyliners - MLP Academics Heidelberg 82:94 (38:43). Beste Werfer: Haarms (16 Punkte), Wank (15), Beliauskas (14), Isaiah Washington (13), Frazier (10) für Frankfurt - Lasisi (23), Eric Washington (20), Ely (12), Ugrai (10), Coleman (10) für Heidelberg - Zuschauer: 1800. haz/gsd

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