Basketball-Bundesliga: Göttinger 99:90 gegen Hagen gute Einstimmung auf Treviso

Pflichtsieg gegen Phoenix

Gutes Bundesliga-Comeback: BG-Spielmacher Kyle Bailey (M.) dribbelt an Hagens Quentin Pryor (l.) und Dominik Spohr (r.) vorbei. Acht Punkte waren für ihn eine prima Ausbeute. Foto:  Jelinek

Göttingen. Am Ende ging es doch noch gut! Erst nach hartem Kampf kam die BG Göttingen gestern Abend in der Basketball-Bundesliga zu einem schwer erkämpften 99:90 (51:48)-Sieg gegen Aufsteiger Phoenix Hagen. Vor 2550 Zuschauern legten die Veilchen damit eine vielversprechende Basis für das „Spiel des Jahres“ am kommenden Mittwoch im ersten Eurocup-Viertelfinale gegen Benetton Treviso. Zudem ist im Play-off-Kampf weiter alles drin, weil Ludwigsburg und Trier verloren.

Wieder mal eine neue Variante: Trainer John Patrick ließ gestern Antoine Jordan pausieren, weil ein Amerikaner derzeit ja immer überzählig ist. Dafür feierte Kyle Bailey nun auch sein Punktspiel-Comeback bei den Veilchen, nachdem er zuletzt im vergangenen November bei der Meisterschafts-Niederlage in Braunschweig im Einsatz war. Nach fünfeinhalb Minuten kam der Spielmacher erstmals aufs Parkett und führte sich mit zwei Körben gut ein. 16:13 führten die Veilchen zu diesem Zeitpunkt gegen die offensiv-freudigste Mannschaft der Bundesliga.

Wechselnde Führungen

Sicherheit war im Göttinger Spiel dennoch allerdings kaum auszumachen, vielmehr kamen die Westfalen auf und setzten erste Akzente durch David Bell und Mark Dorris. Doch vor allem Jacob Burtschi bekamen die BGer nicht in den Griff. So ging die Führung zum Schluss des Auftaktabschnitts an die Gäste über – 24:27 trotz Dwayne Andersons letztem Korb, der auch schon den ersten erzielt hatte…

…und auch die zweiten zehn Minuten mit dem Anschluss zum 26:27 eröffnete. Trent Meacham kam als Spielmacher zurück aufs Feld, sorgte wieder für einen Führungswechsel – nicht der letzte. Es ging hin und her, konstant war die Inkonstanz auf beiden Seiten.

Zumindest „Euro-Dwayne“ Anderson hatte aber sein Zielwasser nicht vergessen. Nach seinen vier Zählern im ersten Viertel gelangen ihm zehn im zweiten, darunter zwei Dreier, die die BG auch dringend benötigte. Die Fans bei Laune hielt Mike Scott, der zuerst scorte und dann einen Super-„Alley oop“ nach Pass von Bailey folgen ließ. Sowas macht mal Spaß, sorgt aber beim Gegner für zusätzliche Entschlossenheit, dran zu bleiben. Mit einem 51:48 ging es in die Kabinen.

Auch im dritten Durchgang setzten sich die Göttinger auf acht Punkte ab – weil Bailey spielte, als ob er gar nicht so lange weg gewesen wäre. Doch wiederum waren die Veilchen nicht in der Lage, ihren so hart erarbeiteten Vorsprung zu halten. Unfassbar, welche Konzentrationsschwächen sich die BGer leisteten. Denn auch im Schlussviertel warfen die Südniedersachsen erneut eine aussichtsreiche Führung heraus – um sie wieder zu verspielen. Und dies bei je vier Fouls gegen Meacham und Anderson! Bloß gut, dass in der Endphase diesmal Lou Dale die Nerven behielt. Die letzten zehn Punkte warf er im Alleingang: Freiwurf, Zweier, Zweier, Dreier, zwei Freiwürfe. Nur der 100. Punkt gelang nicht mehr…

Konzentration auf Mittwoch

„Wir hatten 22 Assists, sind gut als Team aufgetreten“, meinte Patrick. „Bailey hat uns Struktur gegeben, das freut mich nach seiner viermonatigen Verletzungspause. Jetzt müssen wir uns auf das Eurocup-Viertelfinale am Mittwoch konzentrieren - das größte Spiel unserer Vereinsgeschichte gegen Benetton Treviso.“ (gsd)

Von Helmut Anschütz

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