Frauen-Basketball DBBL-Pokal

Pflichtspiel-Start der flippo Baskets BG 74 Göttingen im Corona-Hotspot Herne

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Neuzugang Riley Lupfer (rechts) spielt mit den flippo Baskets am Samstag in Herne. 

Ausgerechnet im Corona-Hotspot Herne (Inzidenzwert am Donnerstag 92,0) tragen die Bundesliga-Basketballerinnen der flippo Baskets BG 74 Göttingen ihr erstes Pflichtspiel der neuen Saison aus.

Am Samstag (18 Uhr) treten sie in der zweiten Runde des DBBL-Pokals beim Herner TC an. Die Partie wird ohne Zuschauer ausgetragen, soll auf der Facebook-Seite des Klubs gestreamt werden.

Die BG 74 hatte versucht, das Heimrecht zu tauschen, berichtet Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder. Doch der HTC lehnte dies ab, wollte nicht auf seinen Heimvorteil verzichten. Würden die Göttingerinnen nicht in Herne antreten, gäbe es neben dem Spielverlust noch eine Geldstrafe.

Dass das Team von BG 74-Coach Goran Lojo in Herne antritt, sieht Crowder „gelassen“. Ganz risikolos sei es natürlich nicht. Von der DBBL sind keine Coronatests vorgeschrieben. Crowder: „Unsere Ausländerinnen sind aber bei der Einreise getestet worden. Regelmäßige Tests sind für uns nicht bezahlbar.“

Sportlich winkt den flippo Baskets eine Verstärkung (HNA berichtete exklusiv). Im Kader für Herne ist also auch Monika Bosilj. Die Kroatin hat schon die Testspiele gegen den ASC und in Neuss sowie beim Turnier in Heidelberg mit bestritten. Wie berichtet geht es bei ihr jetzt darum, ob es nach einer schweren Knieverletzung medizinisch vertretbar ist, sie zu verpflichten. „Wir sind dabei zu regeln, dass sie langfristig bleibt“, sagt Crowder. „Sie ist noch nicht ganz da, wo sie sein sollte.“

Zustandegekommen ist der Kontakt zu Bosilj über ihre Freundin und BG 74-Spielerin Ivana Blazevic. In der Vorbereitungszeit hat Bosilj sie besucht, hatte nur einen Rucksack für ein paar Tage dabei. Den Wunsch, einfach mal mit zu trainieren, erfüllte ihr der Göttinger Erstliga-Klub. Bosilj wusste offenbar zu gefallen, sodass die BG 74 vergangene Woche ihr Hin- und Rückflug nach Kroatien ermöglichte, um noch persönliche Dinge zu holen.

„Wenn man in Herne spielt, ist man nicht Favorit“, sagt Crowder zu den Aussichten. Was die Baskets allerdings zuversichtlich stimmen kann, ist, dass sie Herne in der vergangenen Spielzeit zweimal geschlagen haben. Das Team von Hernes Trainer Marek Piotrowski hat sich gegen gegenüber letzter Saison auch deutlich verändert. haz/gsd-nh Foto: HUBERT JELINEK/GSD-NH

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