Freitagsspiel: 35 Punkte gegen Bremerhaven

Die phantastische Rochestie-Show

Immer wieder verblüffend unkonventionell: Taylor Rochestie setzt sich gegen Bremerhavens Norman Richardson durch. Fotos: zje

Göttingen. Auch Bremerhavens Trainer Douglas Spradley war sprachlos nach der desaströsen 72:100 (38:65)-Niederlage seiner Eisbären gegen die BG Göttingen: „Ich bin seit 1989 im Basketball-Geschäft, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Die BG hat uns vorn und hinten gezeigt, wie Basketball gespielt wird.“

Und ein Mann brachte die Gäste von der Nordsee schier zur Verzweiflung. Das Spiel mutierte zur phantastischen Taylor Rochestie-Show. Egal, was der kleine Derwisch auch tat, es hatte Hand und Fuß und faszinierte die 3189 begeiserten Zuschauer in der Lokhalle. Mit seinem ersten Dreier zum 18:9 stellte er schon frühzeitig die Weichen auf Sieg für die Veilchen, ließ noch vier weitere erfolgreiche Dreipunktewürfe folgen und hatte am Ende auf seinem Konto wahnwitzige 35 Punkte erzielt bei einer Trefferquote von unglaublichen 73 Prozent.

Um den Hype, der verständlicherweise um Rochestie gemacht wurde, ging die tolle Leistung des „Oldies“ Michael Meeks fast unter. So lobte denn zumindest BG-Trainer John Patrick den 38-Jährigen in den höchsten Tönen: „Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, aber vor allem auf Michael, der nie aufgibt und einen Supercharakter besitzt.“ In der Tat, Meeks stand von allen BG-Akteuren am längsten auf dem Parkett, nämlich über 32 Minuten.

Da Bamberg gleichzeitig in Gießen überraschend mit 70:89 verlor, haben die Veilchen mit ihrem Sieg gegen Bremerhaven den vierten Tabellenplatz und damit das Heimrecht sicher. Zudem kletterten sie an diesem Freitagabend vorerst auf den dritten Tabellenrang. (wg/gsd)

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