Basketball-Bundesliga: BG Göttingen nach 71:50 beim MBC noch vor auf Platz sieben

Playoffs gegen Frankfurt

Der Kapitän geht voran: John Little (M.) flitzt ab durch die Mitte in Richtung MBC-Korb. Die Weißenfelser Ronald Ross, Radenko Pilcevic, Guido Grünheit und Johnnie Gilbert (v.l.) sind keine wirklichen Hindernisse für den Veilchen-Anführer. 3 Fotos: gsd

WEissenfels. Sie haben es doch noch geschafft! Die BG Göttingen ist zum dritten Mal in Folge in die Playoffs um die deutsche Basketball-Meisterschaft eingezogen. Der siebte Auswärtssieg der Saison mit dem 71:50 beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels hat’s möglich gemacht. Während der Eurocup-Teilnehmer, der nun im Viertelfinale im „Best of Five“-Modus auf die Frankfurt Skyliners trifft, den Einzug unter die besten acht Teams feierte, flossen bei vielen MBCern die Tränen: Abstieg!

Auf den Gegner konnten die BG aber nun wirklich keine Rücksicht nehmen. Denn so sicher wie der Sieg am Ende eingefahren wurde, war die Ausgangslage bei weitem nicht. Letztlich kam es jedoch genau so, wie im Vorfeld berichtet: Frankfurt war das Zünglein an der Waage, suchte sich seinen Viertelfinal-Gegner praktisch durch den eigenen Erfolg bei den konsternierten Ludwigsburgern selbst aus. Jene Frankfurter, gegen die die BG in dieser Saison zweimal (88:82, 70:58) verlor. So etwas sinnt nach Revanche.

Sorgen letztlich unbegründet

Im Auge haben mussten die Veilchen während des eigenen Spiels beim MBC, der wegen des drohenden Abstiegs vor Nervosität geradezu zitterte und allein in Ronald Ross einen guten Akteur hatte, aber auch die Partie zwischen Ulm und Bremerhaven. Letztlich waren aber alle Sorgen unbegründet, denn dank eines 13:0-Starts lief alles in die richtige Göttinger Richtung.

„Ich bin stolz, dass wir nach dieser harten Saison mit vielen Verletzungen und Höhen und Tiefen die Playoffs geschafft haben“, war Coach Patrick zufrieden, blieb aber nüchtern. „Die Playoffs sind jetzt wie eine neue Saison, da ist es egal, ob man Achter oder Sechster ist.“ Vielleicht nicht ganz, denn Rang sieben kann für die BG im Auswahlprozess für eventuelle internationale Spiele in der kommenden Serie noch wichtig sein.

Zumindest gaben sich die Veilchen unter dem ohrenbetäubenden Lärm ihrer 500 mitgereisten Fans in der nicht ganz ausverkauften Weißenfelser Stadthalle von Beginn an keine Blöße, setzten die Gastgeber mit ihrer aggressiven Defensive so mächtig unter Druck, dass denen erst nach genau fünf Minuten und fünf Sekunden der erste Korberfolg gelang. Zwar ließ Ross mit einem erfolgreichen Dreier mit der ersten Viertelschlusssirene zum 10:21 die gleichwohl geringen Hoffnungen noch einmal aufkeimen, doch die BG hielt die Intensität in der Verteidigung weiter extrem hoch und punktete auch vorn. In wichtigen Phasen streute Louis Dale immer wieder einen Dreier ein, kam bei fünf Versuchen auf immerhin vier erfolgreiche Dreier und heimste sich so auch ein Lob seines Trainers ein. „Er war heute unser zuverlässigster ‘shooter’“, so Patrick.

Am Ende ein Freudentaumel

Am Ende ging die Schlussirene im Freudentaumel der BG-Fans völlig unter. Während die MBC-Zuschauer völlig geknickt die Halle verließen, feierten die Göttinger Fans ihre Lieblinge noch ausgiebig.

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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