13. Pleite im 13. Spiel: Bamberg wieder zu hoch für BG

Dennis Kramer

Bamberg. Im 13. Bundesliga-Spiel bei Brose Bamberg kassierte die BG Göttingen die 13. Pleite. Mit minus 39 Punkten fiel sie beim 61:100 (28:55) vor 6150 Zuschauern erneut deftig aus.

Wenigstens konnte das Team von Trainer Johan Roijakkers den Allzeit-Tiefpunkt verhindern, als die Göttinger ebenfalls in Bamberg mit 44 Zählern Differenz verloren.

„Bamberg wollte die Aufgabe schnell hinter sich bringen“, sagte Roijakkers hinterher. Was er damit meinte: Die Franken erwarten am Freitag Fenerbahce Istanbul in der Euroleague, dieses Match ist für sie viel wichtiger als die lästige Pflichtaufgabe gegen die Südniedersachsen, die in der Brose-Arena nur sechs, sieben Minuten mithalten konnten und dann völlig überfordert waren. „Für unsere Jungs ging das etwas zu schnell. Das war ein Spiel, aus dem wir viel lernen können, vor allem an Erfahrung.“

Unterschied bei den Dreiern

Ähnlich sah es auch Göttingens Dominic Lockhart: „Es gibt eben Tage, da klappt nichts. In Bamberg ist es immer schwer zu spielen. Sie haben uns das weggenommen, was wir spielen wollten“, meinte der Göttinger A-Nationalspieler in spe im „Telekomsport“-Interview.

Frappierend war vor allem der Unterschied an der Dreierlinie. Die Mannschaft des italienischen Chefcoaches Andrea Trinchieri schenkte den Veilchen in der ersten Halbzeit schon neun Dreier ein, im zweiten Durchgang noch sieben. Die BG stellte lediglich sechs dagegen – da half auch die erneute moralische Unterstützung von Ex-NBA-Star John Stockton, der Vater von Spielmacher Michael Stockton, auf der Tribüne nichts.

So war die Partie im Prinzip schon spätestens zur Halbzeit entschieden bei stolzen 55 Zählern für die Gastgeber und sehr überschaubaren 28 der Gäste, die oft nur wie Statisten gegenüber den hochbezahlten Stars wirkten. Am Ende sprach nicht nur die Dreier-Quote (57 zu 22 Prozent), die Gesamtwurf-Quote (über 60 Prozent zu 39) für die Franken, sondern auch die Rebounds (37:26) und vor allem auch die Assists (25:10), die unterstrichen, dass es der BG an Teamspiel fehlte.

Erster Einsatz für Kramer

Um seine Stars Stockton und Brion Rush zu schonen, gab Roijakkers sogar dem bisher verschmähten Dennis Kramer die erste Chance zum Einsatz (10:53 Minuten) und sechs Punkten. Bemerkenswert, dass Stockton mit nur 20:07 Minuten am längsten auf dem Parkett stand. Der Ex-Bremerhavener Evan Smotrycz hatte mit 20:03 Minuten den zweitlängsten Einsatz. So fast gleichmäßig verteilt waren die Einsatzzeiten in dieser Saison noch nie!

Auch ein Zeichen dafür, dass die BG dem nächsten Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) bei den Eisbären Bremerhaven mehr Bedeutung zumisst als der erwarteten Pleite in Bamberg. Trainer Roijakkers: „Wir wussten, dass es schwer wird. Der Fokus liegt jetzt auf der kommenden Partie.“ Für Dreier-Spezialist Smotrycz wird es in Bremerhaven ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. (haz/gsd-nh) Foto: nh

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