Basketball-Bundesliga der Frauen: Liga setzt zweiwöchige Bewerbungsfrist

Pokal-Endrunde in Göttingen?

Bringt wieder viel Erfahrung rein: Göttingens Rückkehrerin Katarina Flasarova (am Ball) gegen Marburgs Finja Schaake. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Mit einem Essen feierten sich die Basketballerinnen der BG 74 Göttingen ihren Coup im DBBL-Pokal. Das 63:56 gegen die favorisierten Marburgerinnen und der damit verbundene Einzug ins Final Four (24./25. März) war die eine Seite. Die andere und vielleicht noch viel wichtigere ist die, dass sich die BG-Ladies frisches Selbstbewusstsein für das Kellerduell in der Bundesliga am Mittwoch (19 Uhr, FKG) gegen die SV Halle Lions geholt haben.

Natürlich war aber der Endrunden-Einzug erstmal das Thema nach dem Sieg. Holt die BG 74 das Final-Turnier womöglich nach Göttingen? „Wir müssen die Ausschreibung der DBBL abwarten“, sagt Ladies-Geschäftsführer Roland Emme-Weiß. Die drei anderen Kandidaten sind Meister Wasserburg (78:77 gegen Herne), Vizemeister Keltern (80:52 in Freiburg, nächsten Sonntag bei der BG 74) und Chemnitz (77:42 bei Zweitligist Rotenburg).

Emme-Weiß merkte an, dass Keltern das Final Four (wie 2017) nicht ausrichten wolle und es in Wasserburg schon sehr oft war. Bleibt Chemnitz. Und zudem der Nachteil, dass die BG 74 schon das „Champions Weekend“ vor der Saison ausgerichtet hat. „Mit wenig Zuschauern“, so Emme-Weiß. „Die vier Klubs haben jetzt eine zweiwöchige Frist, sich zu entscheiden“, sagt DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht. Dass Göttingen schon das Champions-Weekend hatte, sei kein Hindernis. „Make it happen“, beschwor die erkrankte Alissa Pierce, auf die die BG am Mittwoch wieder hofft, den zweiten BG-Geschäftsführer Richard Crowder. „Mach‘ es klar!“

Schon eine große Hilfe waren den Veilchen-Ladies Rückkehrerin Katarina Flasarova und Holland-Import Francis Donders. Nach der zunächst unterirdischen Freiwurf-Quote behielt Flasarova ausgerechnet in der „Crunch-Time“ die Nerven an der Linie, traf viermal. Und die drahtige Donders erwies sich Power-Frau, schenkte Marburg unter anderem vier Dreier ein. „Wir haben uns das Momentum im Spiel zurückgeholt“, sagte sie nach dem Viertelfinal-Sieg. „Wir sind diesmal nicht abgefallen, haben 40 Minuten alles gegeben“, meinte die am Fuß verletzte Jenny Crowder.

Grudzien assistiert Koukos

Und auch für Klaudia Grudzien konnte der Einstand als neue Co-Trainerin neben Giannis Koukos besser nicht sein. Nach dem zweiten Kreuzbandriss macht die Ex-BGerin, die zuletzt für Wolfenbüttel spielte, ihre Reha im Athleticum. „Per Email“, so Emme-Weiß, fragte sie an, ob sie nicht der BG 74 nicht helfen könne. Gut möglich, dass Grudzien auch als „Vermittlerin“ zwischen Team und dem emotionalen Griechen-Coach auftreten kann. Richard Crowder: „Auf alle Fälle gehen wir jetzt mit einer guten Stimmung in das Liga-Spiel gegen Halle!“ (haz/gsd)

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