Basketball

Pokalturnier abgesagt: Corona-Schock bei der BG Göttingen

Keine Spiele im Audidome: Das Finalturnier um den deutschen Basketball-Pokal in München ist abgesagt worden. Nach einem Corona-Fall bei der BG Göttingen sollen die Spiele zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.
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Keine Spiele im Audidome: Das Finalturnier um den deutschen Basketball-Pokal in München ist abgesagt worden. Nach einem Corona-Fall bei der BG Göttingen sollen die Spiele zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Die TOP FOUR-Pokalendrunde um den MagentaSport BBL-Pokal muss verlegt werden. Grund sind zwei positive PCR-Tests auf das Corona-Virus bei Spielern der BG Göttingen, die Teil der regelmäßigen und vorgeschriebenen Testungen auf den SARS-CoV-2-Erreger gemäß des Protokolls der Liga sind. Um welche Spieler es sich handelt, wurde weder von der BBL noch von der BG bekannt gegeben.

Göttingen – Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) informierte um 15.13 Uhr sogar mit einer seltenen „Eil-Meldung“ über die Absage.

„Wir wussten natürlich, dass das als Super-GAU passieren kann“, sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz: „Man testet engmaschig, und dann war es total klar, dass es auch positive Fälle geben kann. Wir hätten das nicht eine Stunde vor dem Start gebraucht, aber so war es jetzt.“ Am Samstagnachmittag (16.00) sollten zunächst Gastgeber Bayern München und ratiopharm Ulm im ersten Halbfinale um den Einzug ins Endspiel am Sonntag spielen, danach war das Spiel zwischen Berlin und Göttingen angesetzt.

Die PCR-Tests waren am Freitagabend und Samstagvormittag nach der Ankunft der Veilchen im Teamhotel in München durchgeführt worden. Alle PCR-Tests, die am Donnerstag in Göttingen durchgeführt worden waren, waren negativ. Die betroffenen Spieler wurden sofort isoliert. Zu einem Training im Audi-Dome fuhr das Göttinger Team gar nicht erst hin. Im Leonardo-Hotel, wo die Veilchen schon im vergangenen Juni beim BBL-Finalturnier logierte, wurde getrennt gegessen.

Nachdem der erste positive Test am Freitagabend aufgetreten war, bestand nach Rücksprache mit dem Münchener Gesundheitsamt noch die Chance, dass das Pokal-Halbfinale gegen Alba Berlin wie geplant ausgetragen werden kann. Erst als beim vom Gesundheitsamt angeordneten Test am Samstagvormittag ein weiterer positiver Fall auftrat, entschied dieses, dass die BG am heutigen Samstag nicht spielen darf, woraufhin BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen eine Spielverlegung beantragt hat. Diesem Antrag wurde von der Liga stattgegeben.

„Wir hatten uns sehr auf das Pokal-Turnier gefreut. Umso mehr sind wir enttäuscht, dass wir nun der Grund dafür sind, dass es nicht wie geplant stattfinden kann. Alle unsere Spieler, Trainer und Teammitglieder haben sich nachweislich an alle Sicherheits- und Hygienevorschriften gehalten, aber ein Restrisiko bleibt“, sagt Meinertshagen. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei der Liga, beim FC Bayern München und bei Dr. Florian Kainzinger für die großartige Organisation und Unterstützung vor Ort.“ Kainzinger hatte seinerzeit das Hygienekonzept für die BBL entworfen.

Das Göttinger Team von Trainer Roel Moors machte sich am Samstagnachmittag mit dem Teambus wieder auf dem Weg in die Leinestadt, da für die heute negativ getesteten Teammitglieder kein Ansteckungsrisiko bestand. Die positiv getesteten Spieler waren separat zurück nach Göttingen gereist.

Wie es für die Veilchen dann weitergeht, steht noch nicht fest. Die BG muss abwarten, was das Göttinger Gesundheitsamt abschließend entscheidet. Ob das nächste Punktspiel am 25. April (Sonntag) bei Ex-Coach Johan Roijakkers in Bamberg ausgetragen werden kann, steht noch in den Sternen.

Sollte der Vorfall keinen Einfluss auf den anstehenden Einsatz des FC Bayern in der EuroLeague haben, hätte er zumindest einen positiven Nebeneffekt. Die Münchner könnten am Dienstag (20.45 Uhr/MagentaSport) gut erholt zum ersten Viertelfinale bei Armani Mailand/Italien antreten.  (sid/dpa/gsd)

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