BASKETBALL-BUNDESLIGA Gestern wieder Training, Sonntag gegen FC Bayern

Positiv für die BG Göttingen: Alle Tests negativ

So war’s vor knapp 15 Monaten: Am 11. Februar 2020 schlug die BG Göttingen vor Fans den FC Bayern München mit 90:81. Damals noch mit Alex Ruoff (am Ball) gegen Bayerns Vladimir Lucic (links) und Greg Monroe.
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So war’s vor knapp 15 Monaten: Am 11. Februar 2020 schlug die BG Göttingen vor Fans den FC Bayern München mit 90:81. Damals noch mit Alex Ruoff (am Ball) gegen Bayerns Vladimir Lucic (links) und Greg Monroe.

Am Freitagmorgen mussten alle BGer nach der zweiwöchigen Quarantäne wieder im Trainingszentrum antanzen. Dr. Johannes Dahm, der Hygiene-Beauftragte des Göttinger Basketball-Bundesligisten, nahm einen erneuten Coronatest bei den Spielern und den im Umfeld betroffenen Personen ab.

Göttingen – Kurz nach 15 Uhr erhielt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen dann die positive Nachricht vom auswertenden Labor: „Alle Tests waren negativ!“

Somit steht dem Spiel gegen Bayern München am Sonntag (15 Uhr, MagentaSport) nichts mehr im Wege. Trainer Roel Moors begrüßte sein Team am frühen Abend zum ersten wieder gemeinsamen Training. Meinertshagen: „Jetzt kommt es darauf an, die Belastung richtig zu steuern. Es geht nicht von Null auf 100. Von den nur zwei Trainingseinheiten vor dem Bayern-Spiel hängt jetzt viel ab. Am Sonntag treffen nun zwei Teams unter nicht idealen Bedingungen aufeinander.“

Die Bayern hatten zuletzt sehr wechselhafte Auftritte. Am vergangenen Mittwoch das starke 85:79 im dritten EuroLeague-Viertelfinal-Playoff gegen Mailand, kurz zuvor allerdings der „Blow-out“ zuhause gegen Dauerrivale Berlin beim 62:100. Dazu Pleiten bei Aufsteiger Chemnitz, bei „Kellerkind“ Gießen sowie Niederlagen in Oldenburg und Hamburg, wo man selbst als Topteam verlieren kann, aber auch bittere Heimschlappen gegen Crailsheim und Braunschweig.

Ein besonderes Erlebnis bei Bayern-Spielen sind auch die Auftritte von Coach Andrea Trinchieri. Der impulsive, extrovertierte Italiener, bekannt auch schon aus seiner Bamberger Zeit, sorgt mit seiner unübersehbaren Mimik und Gestik immer wieder für Aufmerksamkeit. Allerdings sind seine Kommentare vielen Schiedsrichtern offenbar ein Dorn im Auge – bereits fünf Mal in dieser Saison musste Trinchieri nach Technischen Fouls die Coaching-Zone der Münchener verlassen. Ob dies seinem Team eine Hilfe war, steht dahin.

Fest steht, dass die Bayern von A (wie Robin Amaize) bis Z (wie Paul Zipser) ein Topteam beisammen haben, das den Bundesliga-Niederlagen zum Trotz eine Super-Serie in der EuroLeague gespielt hat. Erstmals überhaupt erreichte ein deutsches Team die Playoffs. „Bayern ist wichtig für den deutschen Basketball“, erkennt auch BG-Trainer Roel Moors die Leistung der Münchener an, die jedoch auf ihren Topspieler Nick Weiler-Babb verzichten müssen, der sich beim ersten Playoff in Mailand verletzte. Mit acht weiteren Ausländern hat Trinchieri allerdings genügend Alternativen wie unter anderem Spielmacher Wade Baldwin sowie den Schwergewichten James Gist, JaJuan Johnson und Jalen Reynolds (alle über 100 kg). Was unterstreicht: Der FC Bayern Basketball ist nicht nur im übertragenen Sinn ein Schwergewicht.

.  Und noch eine gute Nachricht: Kapitän Akeem Vargas spielt am Sonntag wieder, hat seine am 27. März erlittene Bänderverletzung aus dem Spiel bei Rasta Vechta, das die Veilchen mit 103:79 gewannen, überstanden.   (Helmut Anschütz/gsd)

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