30 Punkte, aber ein Godbold reicht der BG Göttingen nicht

Ab durch die Mitte: BG-Center Harper Kamp (Mitte) versucht hier ein Dribbling zum gegnerischen Korb gegen die Frankfurter Mike Morrison (rechts) und Quantez Robertson. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die Fans der BG Göttingen werden weiterhin auf eine harte Probe gestellt. Denn noch immer konnten sie keinen Heimsieg ihrer Mannschaft bejubeln.

Auch gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt verlor das Team von Johan Roijakkers im vorerst letzten Spiel in der Lokhalle in der Basketball-Bundesliga, die mit 3541 Zuschauern erstmals nicht ausverkauft war, mit 71:84 (48:44) gegen die Frankfurt Skyliners.

Dabei sah es bis zum Ende des dritten Viertels noch sehr verheißungsvoll aus, denn da stand es 61:61, ehe die Gastgeber im letzten Viertel auseinanderbrachen. Roijakkers fand dafür aber eine plausible Erklärung. „Die Frankfurter haben unglaublich physisch gespielt, da konnten wir nicht mehr gegenhalten. Uns ist sozusagen der Sprit ausgegangen“, meinte der Holländer.

Edwards läuft Form hinterher

Was am Ende auch nicht langte für den ersten Heimsieg, war die Tatsache, dass allein Kapitän David Godbold die Kastanien nicht aus dem Feuer holen kann. Er zeigte zwar eine überragende Leistung, wartete erneut wie schon gegen Bamberg mit einem Buzzer beater zum 48:44 mit der Halbzeitsirene auf und war mit 30 Punkten, davon acht von 15 Dreiern, Topscorer dieser Partie. Gleichwohl ließen Godbold vor allem seine beiden US-amerikanischen Landsleute Shane Edwards und Ruben Boykin im Stich, die einmal mehr nicht überzeugen konnten. Edwards läuft derzeit seiner in den Vorbereitungsspielen und im einzigen Saisonsieg in Weißenfels gezeigten guten Leistungen weit hinterher. So lobte denn auch Roijakkers seine deutschen Spieler, die „einen guten Job gemacht haben“.

Packende Duelle: Göttingens David Godbold (rechts) setzt sich gegen Frankfurts Ex-BGer John Little durch. Foto: Jelinek/gsd

Neben Godbold konnte noch Harper Kamp überzeugen, der mit seinem Kampfgeist immer wieder seine Mitspieler mitriss, was am Ende aber eben auch nicht reichte, zumal es den Gastgebern nicht entscheidend gelang, die Kreise von Frankfurts Spielmacher Jordan Theodore einzuengen. Der fand immer wieder die Lücken in der BG- Defensive, um unwiderstehlich zum Korb zu ziehen und mit Korblegern erfolgreich zu sein. Dabei hatten die BGer aber den Ex-Göttinger John Little gut im Griff, der Defensivspezialist kam auf lediglich sieben Punkte, lieferte sich mit Godbold packende Duelle.

Mit der Intensität zufrieden

Roijakkers war indes von der Intensität, mit der seine Mannschaft gespielt hat, angetan. Zufrieden war auch Frankfurts Headcoach Gordon Herbert, der von einem sehr schweren Spiel sprach. „In der ersten Halbzeit hat die BG uns gezeigt, wie man den Ball erfolgreich bewegt und wie man zusammenspielt. Entscheidend sei aber gewesen, dass in der zweiten Halbzeit die Defensive besser war und sein Team Godbold, der in der ersten Halbzeit schon 20 Punkte erzielt hatte, besser im Griff hatte.

Die zupackende Defensive der Gäste führte dazu, dass zu den neun Ballverlusten in den ersten 20 Minuten auf Seiten der Göttinger im zweiten Spielabschnitt noch zehn hinzukamen, während sich die Skyliners lediglich acht Ballverluste erlaubten.

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