2. Basketball-Bundesliga: Göttingen tut sich beim 77:71 in Magdeburg sehr schwer

BG quält sich zum Sieg

Formkurve geht wieder nach oben: Alex Ruoff war gegen Magdeburg zweitbester Werfer mit 17 Punkten hinter Dominik Spohr (links, 19 Punkte). Foto: zje

Magdeburg. Mit Ruhm bekleckert hat sich der souveräne Spitzenreiter BG Göttingen gestern in der zweiten Basketball-Bundesliga nicht. Um beim Tabellenvorletzten Otto Baskets Magdeburg 77:71 (31:32) zu gewinnen, bedurfte es einer großen Kraftanstrengung der Südniedersachsen.

Trainer Johan Roijakkers musste in der altehrwürdigen Hermann-Gieseler-Sporthalle, in der die Handballer des SC Magdeburg zu DDR-Zeiten großartige Erfolge feierten, auf Jeremy Dunbar verzichten. Der Dreier-Spezialist konnte die gesamte Woche wegen einer Entzündung in der Leiste nicht trainieren, drückte in Trainingsklamotten die Daumen auf der Spielerbank.

Gastgeber anfangs stark

Alex Ruoff brachte die BG zu Beginn auf Kurs, doch die Otto Baskets steckten nicht klein bei. Selbstbewusst traten die Gastgeber „in der charmantesten Halle Mitteldeutschlands“, so die Hallenmoderatorin, auf, punkten wiederholt durch die Mitte. Da sahen die Veilchen alles andere als gut aus, sie leisteten sich zudem im Anfangsviertel einige Konzentrationsschwächen, so dass die Magdeburger mehrfach zu einfachen Punkten kamen. Erst zum Ende der ersten zehn Minuten glich Göttingen zum 16:16 aus, musste aber noch den 16:20-Rückstand hinnehmen.

Eher quälend als flüssig lief auch das zweite Viertel. Center AT Majok kam nun aufs Feld, doch auch seine Größe konnte für wenig positive Aspekte sorgen. Das BG-Spiel kam einfach nicht auf Touren, obwohl Marc Liyanage zunächst fünf Punkte erzielte. Der Tabellenvorletzte witterte seine Chance und setzte die Veilchen erneut unter Druck. Zu kämpfen hatten die Göttinger indes auch mit merkwürdigen Entscheidungen von Bundesliga-Schiedsrichter Bernd Michael und seinen beiden Kollegen. Aus einer Göttinger 29:26-Führung wurde so wieder ein 29:32-Rückstand, den Dominik Spohr, mit 19 Punkten erfolgreichster Gästespieler, erst mit zwei Freiwürfen zum 31:32-Halbzeitstand verkürzte. Die Gründe für den Rückstand: 13:21 Rebounds gegen die BG und indiskutable 14 Ballverluste.

Ganz lange dauerte es, ehe die Göttinger zur zweiten Hälfte auf das Feld kamen, Da gab es wohl reichlich Redebedarf von Roijakkers in der Kabine. Bis zum 40:40 hielten die Magdeburger mit, als Washington sein viertes Foul kassierte. Mit einem 17:3-Lauf zeigte der Spitzenreiter nun endlich, was er drauf hat. Spohr tat sich dabei mit zehn Punkten hervor. 57:43 hieß es nach einer halben Stunde dann für die Veilchen.

BG clever

Doch nach dieser guten Phase setzten sich die Unkonzentriertheiten bei den BGern wieder fort. Ballverluste gingen einher mit erneut unverständlichen Entscheidungen der Referees. Innerhalb von nur 23 Sekunden schieden dann Magdeburgs Drägert und Washington aus, was die Gäste clever ausnutzten.

Souveräne Siege eines souveränen Spitzenreiters sehen indes anders aus. Dieser Sieg war eine Quälerei, aber Hauptsache gewonnen!

BG: Majok 8, Liyanage 3, Grimaldi 4, Ruoff 17, Spohr 19, Mallett, Godbold 15, Kamp 9, Raffington 2. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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