2. Basketball-Bundesliga: BG Göttingen will gegen Crailsheim Vechta-Pleite ausbügeln

Revanche gegen „Zauberer“

Ackern, kämpfen, durchsetzen – das ist morgen auch wieder von Göttingens Topscorer Akeem Vargas (am Ball gegen Essens Robin Christen) gegen den Tabellenvorletzten Crailsheim gefragt. Foto: zje

Göttingen. Wie hat die BG Göttingen den „Schock von Vechta“ verarbeitet? Welche Lehren zieht sie aus dem 68:100-Desaster bei den „Rasta-Männern“? Werden die nächsten beiden Gegner dafür büßen müssen? Viele Fragen gibt´s vor dem zweiten Heimspiel 2013 beim in Vechta entthronten Zweitliga-Spitzenreiter. Liefert das Match gegen die Crailsheim Merlins Antworten?

Bei den „Zauberern“ handelten sich die Veilchen im vierten Spiel der Vorrunde ihre erste Saisonniederlage ein, verloren nach Verlängerung, in der sie keinen Punkt mehr zustande bekamen, mit 69:76. Danach ging auch das Heimspiel gegen Schlusslicht Leipzig verloren, bei dem die BGer am kommenden Freitag antreten müssen.

Für Motivation dürfte also schon im Vorfeld genug gesorgt sein. Die Schlappe von Crailsheim ausbügeln – da braucht Coach Johan Roijakkers wohl nicht allzu viel zu erzählen.

Respekt vor Moore

So viel aber dann doch: „Wir hatten eine gute Trainings-Woche.“ Am Montag gab es die erwähnte Video-Analyse vom Vechta-Spiel – ein reines Vergnügen dürfte dies wohl nicht gewesen sein. „Jedes Heimspiel ist jetzt eine Herausforderung.“

„Crailsheim hat das Talent für ein Top-4-Team“, sagt Roijakkers. „Ich kann gar nicht verstehen, warum die nicht besser platziert sind.“ Merlins „Zweier“ (Shooting Guard) Jonathan Moore sei einer der besten Deutschen auf dieser Position.

Die auf den vorletzten Platz abgerutschten Schwaben kommen aber mit einer geradezu verheerenden Auswärtsbilanz nach Göttingen. Neunmal gingen sie bisher auf Zweitliga-Reisen – neunmal kehrten sie ohne Punkte heim. Dennoch sind die Veilchen gut beraten, das Team von US-Trainer Willie Young nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Herausragender Korbschütze bei den „Zauberern“ ist Jonathan Moore mit 14,8 Punkten im Schnitt. Zweistellig trafen nur noch die US-Boys Michael Rose (13,0), Stevie Johnson (12,5) und Derek Coleman (11,9). Moore taucht als 15. und letzter Spieler in der „Top-15“-Wertung der „Jungen Liga“ auf, zwei Plätze hinter dem besten BGer Akeem Vargas (jetzt 15,44 Punkte pro Spiel).

Schwierig werde es, so Roijakkers, mit der angedeuteten Nachverpflichtung eines guten deutschen Akteurs. Der Spielermarkt ist äußerst überschaubar, geeignete Kandidaten sind rar gesät – auch bei Bundesliga-Krisenklub Gießen. Realistischer ist da ein weiterer Amerikaner. Er soll als „Stand-by“- Spieler zur Verfügung stehen, falls einer der vorhandenen US-Boys wegen einer Verletzung ausfällt, so BG-Chef Frank Meinertshagen. (haz/gsd)

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