Basketball-Bundesliga: Schwieriger Rest-Spielplan für die BG Göttingen

Ritt auf der Rasierklinge: Schwieriger Rest-Spielplan für die BG Göttingen

Göttingen. War die 81:90-Niederlage in Braunschweig schon der Abstieg für die BG Göttingen aus der Basketball-Bundesliga? Vieles scheint dafür zu sprechen.

Die Entscheidung über den Klassenerhalt oder Abstieg fällt – wie von Trainer Johan Roijakkers seit langem prognostiziert – an den letzten beiden Doppel-Spieltagen am kommenden Wochenende (22. und 24. April) sowie eine Woche später (29. April und 1. Mai). Und die Konstellation sieht alles andere als gut für die BG aus.

Die Göttinger brauchen noch zwei Siege aus den Spielen gegen Ulm, in Hagen, in Gießen und gegen Würzburg. Daran führt nichts vorbei, wenn man sich die Ansetzungen der letzten vier Spieltage ansieht. Die Frage muss erlaubt sein: Gegen wen will die BG noch gewinnen? Ulm kämpft um eine gute Playoff-Platzierung, Hagen dürfte auch ohne die verletzten D.J. Covington und J.J. Mann (Bänderriss am Donnerstag in Frankfurt) gerettet sein. Pech für die BG, dass die letzten beiden Gegner Gießen und Würzburg verbissen um den letzten Playoff-Platz acht kämpfen und nichts abschenken werden.

Direktes Duell am Freitag

Dazu kommen die Ansetzungen der Abstiegskonkurrenten. Der MBC erwartet Freitag Bremerhaven. Aus BG-Sicht wär’s besser, wenn die Eisbären gewinnen, da Göttingen bei Punktgleichheit mit einem der Teams den direkten Vergleich gegen Weißenfels gewonnen, ihn gegen Bremerhaven aber verloren hat. Der MBC oder die Eisbären werden also Freitag einen Sieg mehr haben als die BG. Am Sonntag haben der MBC (Bonn mit Ex-MBC-Coach Poropat) und Bremerhaven (gegen Crailsheim) erneut „machbare“ Gegner. Die letzten beiden Spiele dürfte Bremerhaven (Oldenburg, Bamberg) verlieren. Am letzten Spieltag dürfte für den MBC in Ulm kaum etwas, gegen Bayreuth durchaus etwas drin sein. Der Spielplan zeigt: Die BG steht immens unter Druck.

Nur: Wie sollen da noch zwei Siege her? Die personelle Situation ist schwierig. Nicht ausgeschlossen, dass Khalid El-Amin wegen seiner Rückenprobleme gar nicht mehr spielt. Stellvertreter Everett enttäuschte nach einem guten Spiel in Bremerhaven in Braunschweig erneut. Spohr und Boykin sind nicht 100 Prozent fit. Kamp punktet zwar weiter stark, verteidigt aber nicht gut genug, meint der Trainer. Godbold muss (zu) viele Löcher stopfen. „Wenn ich ihn gegen Ulm 30 Minuten spielen lasse, ist er Sonntag in Hagen platt“, sagt Roijakkers. Als weitere Alternativen bleiben nur noch Hummer, Schwarz, Mönninghoff und Kulawick – alle mit den üblichen Höhen und Tiefen.

Nur mit absoluten Team- und Energieleistungen scheinen nun Überraschungen gegen Ulm und in Hagen möglich. Wie sagte Braunschweigs Trainer Korner: „Man kann Göttingen nur wünschen drinzubleiben wegen Johan und diesen beeindruckenden Fans.“ Schön wär’s bei diesem Ritt auf der Rasierklinge!

Rubriklistenbild: © Jelinek

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