2. Basketball-Bundesliga: Spitzenreiter Göttingen Sonntag beim Tabellenzweiten Vechta

Rockt BG jetzt auch Rasta?

Hopp, hopp, Humpty! BG-„Zwerg“ Anthony Hitchens (nur 1,75m, re.) zieht im Hinspiel unbedrängt auf den Vechtaer Korb ab. Die „Rasta-Männer“ Flavio Stückemann (li.) und Center Dirk Mädrich können nicht mehr eingreifen. Im Hintergrund Michael Crowell. Foto: Jelinek

Göttingen. Der Erste beim Zweiten – das ist das ultimative Duell in der 2. Basketball-Bundesliga. Am Sonntag (17 Uhr) muss die BG Göttingen zum Härtetest beim Überraschungs-Aufsteiger SC Rasta Vechta antreten. Der „Rasta-Dome“ ist mit 2000 Zuschauern ausverkauft, auch die 170 aus Göttingen zurückgegangenen Tickets waren am Montag in wenigen Minuten vergriffen. Knapp 100 Fans werden „ihre Veilchen“ unterstützen.

Dass es nach dem Aufstieg aus der Pro B so gut bei den „Rasta-Männern“ läuft, die sich 1979 bei der Gründung nach einem Ohrwurm („Rastaman Vibration“) von Reggae-Legende Bob Marley nannten, hatte wohl niemand erwartet. Zuletzt gab es acht Siege, insgesamt wurden 13 der letzten 14 Spiele gewonnen. Eine beeindruckende Bilanz des Teams von Trainer Pat Elzie (52), einst als Spieler in der Bundesliga hauptsächlich für Gießen aktiv. Mit 91,2 Punkten pro Spiel ist das nur etwa 30 000 Einwohner zählende Vechta das offensivstärkste Zweitliga-Team.

Hinspiel mit 23 gewonnen

Für die Göttinger geht es im Spitzenspiel auch um die Höhe einer eventuellen Niederlage. Das Hinspiel hatten die Veilchen Mitte Oktober deutlich mit 87:64 gewonnen. Dass Rasta nun mit 24 Punkten Vorsprung gewinnt und sich dadurch den besseren direkten Vergleich sichert, erscheint eher unwahrscheinlich. Bei Vechta fehlte damals Jacob Doerksen, der wie Topscorer Richie Williams von den UBC Tigers aus Hannover ins Südoldenburgische kam. Mit 19,4 Zählern im Schnitt (43 Prozent Dreier-Quote) ist Williams Zweiter in der Korbjägerliste hinter Essens Logan Stutz. Platz 13 belegt derzeit Akeem Vargas als bester BG-Werfer mit 15,1 Punkten. Mit Corey Hassan (11.4), Center Dirk Mädrich (10,8 und 6 Rebounds) und Andrew Rudowitz (10,1) haben die Rasta-Männer noch drei Akteure, die zweistellig punkteten.

Es scheint eines dieser „Wunder-Projekte“ eines „Self-made-man“ zu sein, was in Vechta abläuft. Stefan Niemeyer, Eigentümer einer Futtermittel-Firma, ist der Vechtaer „Hans-Dampf-in-allen Gassen“, packt überall selbst mit an. Für über drei Millionen ließ er den „Rasta-Dome“ bauen, die Stadt steuerte das Grundstück bei, zahlt 20 Jahre Miete, bis die Halle ihr gehört. Fast eine ähnliche Story wie bei Erstligist Quakenbrück, wo ein Mäzen fast komplett den Etat bestreitet.

Die BG geht mit zuletzt sieben Siegen in Serie in den TopHit. Trainer Johan Roijakkers hat seine üblichen vier Tage Vorbereitung auf ein Spiel angesetzt. Auch das TV ist da: Der NDR dreht einen Beitrag für den „N 3-Sportclub“ am Sonntagabend. (haz/gsd)

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