Basketball-Bundesliga: Göttinger unterliegen in Bremerhaven 62:75

Rückschlag für die BG Göttingen in Bremerhaven

Kampf um den Ball: Bremerhavens Andrew Drevo (links) und Göttingens Dwayne Anderson im Rebound-Duell. Foto: Jelinek

Bremerhaven. 25 Minuten guter Basketball reicht eben nicht! 48:37 lag die BG Göttingen nach knapp 26 Minuten im Bundesliga-Spiel bei den Eisbären Bremerhaven vorn, um am Ende noch mit 62:75 (33:39) zu verlieren.

Einen sich anbahnenden Sieg gaben die Veilchen mit schwindendem Selbstvertrauen aus der Hand und kassierten eine im Playoff-Kampf empfindliche Niederlage, die sie morgen in Tübingen noch mehr unter Druck setzt.

Wie so oft in den vergangenen Spielen erwischten die Veilchen einen Start nach Maß, gingen durch Kapitän John Little und Dwayne Anderson und Kyle Bailey ersten Dreier 8:0 in Front. Eisbären-Coach Doug Spradley reagierte nach 2:44 Minuten mit einer Auszeit. Die Veilchen agierten sehr bedächtig, warteten geschickt auf ihre Chance und schlossen cool ab. 23:17 lagen sie nach zehn Minuten vorn.

Bis auf zwölf Punkte bauten die Südniedersachsen ihren Vorsprung bis zur 14. Minute aus. Allerdings hatten Little (15.) und Michael Meeks (16.) schon bald jeweils ihr drittes Foul auf dem Konto. Seine Chance nutzte zudem Jermain Raffington, der bis zur Pause sieben Zähler auf sich vereinigte. Zwischendurch streute Antoine Jordan den fünften Göttinger Dreier zur 38:27-Führung ein. In der Schlussphase des zweiten Viertel konnten die Bremerhavener dann aber doch noch auf 33:39 verkürzen. Eklatant aber die unterschiedliche Foul-Belastung (16:8 gegen die BG) und die Freiwurf-Verteilung: 23 für die Eisbären, nur neun für die Göttinger. Mit den überwiegend einseitigen Foul-Pfiffen ging es auch im dritten Abschnitt weiter. Viertes Foul Little nach 25:30 Minuten, viertes Foul Anderson nach 28 Minuten. Hinzu kam, dass bei der BG die Bälle nicht mehr reinfielen, was einen 13:0-Lauf der Eisbären zur Folge hatte – und die erste Führung 50:48. Und so lagen die Veilchen nach 30 Minuten 50:54 zurück.

Im Schlussabschnitt wurde es heftiger. Der BG gelang fast gar nichts mehr. Bremerhaven hatte den längeren Atem, die Göttinger ließen sich den Schneid abkaufen. Bitter, dass die BGer auch noch den direkten Vergleich (Hinspiel 85:82-Sieg) abgaben. Übrigens: Am Ende hatte die BG 28 Fouls, Bremerhaven 16. Trainer Patrick: „Das Selbstvertrauen war nach der Pause weg. Jetzt müssen wir die letzten drei Spiele gewinnen.“

Bereits morgen (17 Uhr) tritt die BG zum vorletzten Auswärtsspiel in Tübingen an. Bei den Walter Tigers trifft sie unter anderem auch auf Chris Oliver, der nach der vergangenen Serie zu den Schwaben wechselte.

BG: Scott 5, Kulawick 3, Bailey 10, Little 7, Dale 8, Tetzner, Meeks 1, Boone 3, Anderson 5, Raffington 15, Jordan 5.

Von Helmut Anschütz

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