74:93-Niederlage

Rückschlag im Playoff-Kampf: BG lässt in Bremerhaven Big Points liegen

Da halfen in Bremerhaven auch alles aufmunternde Klatschen und Anfeuerung nicht: Göttingens Trainer Johan Roijakkers. Foto: dpa

Bremerhaven. Das hatten sich die vielen Fans der BG Göttingen anders vorgestellt! Nach zuletzt drei Siegen in Serie hatten die Veilchen eine Riesen-Chance, wertvolle Punkte im Kampf um die Playoffs zu buchen.

Doch nach einer schwachen zweiten Halbzeit mit 61 Gegenpunkten verlor das Team von Trainer Johan Roijakkers verdient mit 74:93 (35:32) bei den Eisbären Bremerhaven. Die Göttinger ließen damit zwei „Big Points“ liegen.

Nach den Ergebnissen (Niederlage von Quakenbrück) von Ostersonntag waren die BGer sogar als Tabellenachter ins Spiel in Bremerhaven (ohne Spielmacher Lorenzo Williams/Achillessehnenprobleme) gegangen. Das machte Hoffnung auf den neunten Auswärtserfolg. Doch wie so oft – sie trog!

Drittes Foul nach 15 Minuten

Eine wichtige Szene passierte bereits Mitte des zweiten Viertels in der 15. Minute: Alex Ruoff, zuletzt Scorer und Ideenlieferant der Veilchen, handelte sich etwas übermotiviert sein drittes Foul in der Offensive ein. So konnte ihn Coach Roijakkers nur noch wohl dosiert einsetzen, zumal sich Ruoff nach 24 Minuten auch noch das vierte Foul abholte. Er fehlte den Göttingern als inspirierender Faktor sehr, zumal Khalid El-Amin einen erfolglosen Ostermontag erwischte – fünf Dreierversuche, kein Treffer! Auch als Dirigent vermochte der „Zauberzwerg“ nicht zu überzeugen – trotz guter neun Assists.

„Das war definitiv ein Rückschlag“, meinte Göttingens Dominik Spohr. „Wir haben verdient verloren, konnten nicht die Energie freisetzen und Bremerhaven schon in der ersten Halbzeit nie richtig abschütteln.“

Zu Beginn sah es denn auch gar nicht schlecht aus für die BG. Ruoff und Acha Njei trafen zwei Dreier zum 8:4. Da auch Raymar Morgan punktete, lag die BG nach zehn Minuten 18:12 vorn. Nach der 27:16-Führung (14.) kamen die Eisbären immer mehr auf – war sich die BG womöglich zu sicher?

Vor allem drei Bremerhavener Akteure liefen immer heißer: Moses Ehambe, Myles Hessen und der nachverpflichtete Jerry Smith. Gerade so eben konnten die Veilchen einen 35:32-Vorsprung in die Pause retten.

Im dritten Viertel aber gab’s kaum noch ein Halten für die Eisbären. Beim 40:39 gelang Hesson (23.) für die Eisbären die erste Führung – spätestens jetzt war das Momentum gekippt. Allein Jerry Smith schenkte der BG, die sich wehrte, aber nach 30 Minuten dann doch 55:61 hinten lag, elf Zähler ein. 20:29 ging der dritte Abschnitt verloren und im letzten Viertel erlahmte die Widerstandskraft der Göttinger immer mehr. Coach Roijakkers kritisierte in einer Auszeit seine Spieler, dass sie die Einstellung für ein Playoffspiel wohl vermissen ließen. Die Eisbären legten sich die BG zurecht, führten sogar mit 24 Zählern Differenz.

„Die Eisbären hatten einfach die größere Energie und den größeren Willen als wir. Wir konnten nach der Pause nicht mehr dagegen halten“, meinte Roijakkers. (haz/gsd)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.