Nur Ruhm und Ehre für BG, aber Zuschauerschnitt steigt weiter

Er serviert den Ball fast wie ein Ober: Göttingens Alex Ruoff (links Berlins Alex Renfroe und Akeem Vargas) war erneut der herausragende BGer. Foto: zje/gsd

Göttingen. Was hilft’s: 40 Minuten dem großen Favoriten zugesetzt, ihn gepiesackt, eine couragierte Leistung gezeigt, endlich auch wieder besser in der Defensive gespielt, viel Lob eingeheimst – doch am Ende blieben statt zweier eventueller Überraschungspunkte eben nur schöne Worte sowie Ruhm und Ehre.

Dass die BG Göttingen eine bemerkenswerte Saison spielt und immer noch auf Platz elf rangiert, hat nun auch der „große“ Sasa Obradovic nach Alba Berlins mühevollem 86:81-Sieg in der S-Arena mitbekommen. Aus seinen Worten sprachen nach dem Spiel Respekt und Anerkennung.

„Wir haben die Schützen von Alba gut zugemacht, aber dann kam Giffey“, meinte BG-Dreier-Spezialist Robert Kulawick, der seine ansteigende Form aus den vergangenen Spielen auch gegen die Berliner erneut bestätigte. Nils Giffey, der mit dem Göttinger Enosch Wolf (jetzt bei Zweitligist Kirchheim, Sohn von Ex-Nationalspieler Horst Wolf) gemeinsam beim College-Team der „UConn Huskies“ spielte, schenkte den Veilchen in den letzten Minuten drei Dreier ein. Und auch er hatte nur gute Worte übrig: „Ich liebe diese Halle, die Wolf-Familie war da, Göttingen ist eine schöne Basketball-Stadt.“

„Danach war das Spiel schnell weg“, meinte „Kulle“. „Leider ist bei uns der Dreier von David Godbold wieder rausgerollt. Aber wir wollen uns nicht mit Alba messen, sondern mit Bayreuth – das wird ein schönes Stück Arbeit“, schwant Kulawick schon der nächste Kraftakt für die BGer im auf den kommenden Freitag vorgezogenen kommenden Auswärtsspiel. „Kulle“ weiter: „Der Klassenerhalt ist ja auch noch nicht ganz sicher für uns.“

Auch Bayreuths David Brembly sieht das kommende Duell der Franken gegen die Südniedersachsen unter einem speziellen Aspekt: „Das Spiel gegen Göttingen müssen wir gewinnen – ein ,Must-Win-Spiel‘ für uns“, meinte er nach der Bayreuther nach der 67:93-Pleite bei den Ludwigsburgern am vergangenen Freitag.

Ob damit aber BG-Shooting Guard Alex Ruoff mitspielt, bleibt abzuwarten. Der US-Boy, der sich seit Wochen einen Bart wie die „ZZ Top“-Rocker stehen lässt, zeigte gegen Alba erneut eine Top-Leistung als Topscorer mit 23 Punkten und fünf Assists. Da stellt sich natürlich die Frage, ob Spieler wie er oder auch Raymar Morgan und Khalid El-Amin für die kommende Saison zu halten sind. Die Interessenten schlafen nicht auf dem Baum...

Einfach phantastisch ist weiter der Zuschauerzuspruch bei der BG! Nach 13 Heimspielen haben die Veilchen im Schnitt 3322 Fans pro Spiel im Rücken. Diese Zahl liegt nur noch um 125 unter der Kapazitätsgrenze der S-Arena (3447 offiziell). In der Bundesliga haben sieben Klubs einen geringeren Schnitt als die Göttinger. Und das nächste Heimspiel gegen den großen FC Bayern München ist praktisch auch schon ausverkauft.

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