Basketball-Bundesliga Männer

Ruoffs Heimdebüt: Wer muss bei der BG Göttingen draußen bleiben?

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Mit 11,4 Punkten im Schnitt drittbester BG-Werfer: Göttingens nachverpflichteter Dylan Osetkowski (am Ball gegen Gießens Jordan Barnett). Das Durchsetzungsvermögen des 2,06 m-Hünen ist auch gegen Bonn gefragt. 

Wer hätte gedacht, dass das Spiel zwischen der BG Göttingen und den Telekom Baskets Bonn unter dieser Konstellation ausgetragen wird? Wenn die Rheinländer am Samstag um 20.30 Uhr in der S-Arena bei den Veilchen antreten, trifft das Team von BG-Coach Johan Roijakkers als Tabellenfünfzehnter (4:16-Punkte) auf den Tabellenvierzehnten aus der ehemaligen Bundeshauptstadt (4:14-Zähler). Gerade von den Bonnern hatte man eigentlich eine viel bessere Platzierung erwartet.

Insofern kommt der Partie für beide Mannschaften schon eine besondere Bedeutung zu. Der Sieger kann zumindest ein bisschen durchatmen, der Verlierer steckt ganz tief im Abstiegs-Schlamassel drin. Und zieht man die im Basketball so beliebten Statistiken zurate, ist es im Duell der beiden Kontrahenten für die Veilchen nicht zum Besten bestellt: Von bisher 21 Spielen gewannen die Göttinger bislang nur sechs. Selbst zuhause gab es nur vier Siege in zehn Partien.

Krass indes der Unterschied zwischen nationalem und internationalem Wettbewerb bei den Bonnern: In der Champions League-Gruppe D ist das Team von Trainer Thomas Päch (zuvor Co-Trainer in Berlin) Erster. BG-Kollege Roijakkers erklärt dies damit, dass die Bundesliga der stärkere Wettbewerb sei.

Noch mehr Statistik: Mit Branden Frazier (15,1) und dem Ex-Ludwigsburger Martin Breunig (11,3), der auch bester Rebounder ist, hat Bonn nur zwei Spieler, die im Schnitt zweistellig treffen. Pro Spiel kommen die Rheinländer auf knapp 84 Punkte, unterboten werden sie von den Veilchen, die auf nur gut 78 Zähler pro Spiel kommen. Bedenklich: Die BG ist mit nur 29,5 Rebounds das schwächste BBL-Team beim Einsammeln der Abpraller. Zum Vergleich: Braunschweig krallt sich fast 40 Rebounds – der Liga-Bestwert.

Gespannt darf man sein, wen BG-Trainer Roijakkers diesmal neben Zane Waterman draußen lässt. Beim Pokal in Ulm erwischte es Darius Carter, der für Rückkehrer Alex Ruoff Platz machen musste. Ruoff wird gegen das Päch-Team sein mit Spannung erwartetes Heimdebüt geben. Roijakkers will vor jedem Match neu entscheiden, welcher Importspieler draußen sitzen muss.

In Ulm blieb Ruoff in 12:54 Minuten Einsatzzeit bei vier Fouls noch punktlos. Können seine ersten BG-Punkte nun möglicherweise zum dritten Saisonsieg des Roijakkers-Teams beitragen? Einen Schritt nach vorn machte in Ulm auch Elias Lasisi, dem ein so guter Auftritt wie in Ulm in der zweiten Halbzeit nun auch einmal in der S-Arena zu wünschen ist. Auch Dylan Osetkowski zeigte sich einmal mehr als Aktivposten.

Da für die BG am zweiten Weihnachtstag (18 Uhr) in Bayreuth schon das nächste Punktspiel auf dem Programm steht, fallen die Festtage für Trainer und Team weitestgehend flach. haz/gsd-nh

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